Ausbildungsmanagement

Um Schulabsolventen eine umfassende Berufsausbildung zu ermöglichen, die sowohl auf die Geschäftsprozesse im Betrieb als auch den Unterricht in der Berufsschule abgestimmt ist, gilt es für Arbeitgeber, die Berufsausbildung sorgfältig zu planen und zu organisieren. Ein externes Ausbildungsmanagement und digitale Tools unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung.

Definition

Beim Ausbildungsmanagement handelt es sich um eine externe Dienstleistung, um Betriebe bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung von Lehrlingen zu unterstützen und diese zu optimieren. Ziel ist es, den Betrieb zu entlasten und ihn gemäß dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ langfristig in die Lage zu versetzen, Ausbildungen eigenständig anzubieten und durchzuführen. Das externe Ausbildungsmanagement vermittelt hierfür das notwendige Know-how, Kontakte zu wichtigen regionalen und überregionalen Stellen, die in den Ausbildungsprozess einbezogen sind, sowie Informations- und Qualifizierungsangebote. Letztlich geht es darum, die Ausbildungsbereitschaft und das Ausbildungsangebot zu erhöhen und die Qualität der Ausbildung zu verbessern. Für die sinnvolle Begleitung der Ausbildung steht den Betrieben ein digitales Ausbildungsmanagement zur Verfügung, das es möglich macht, den Ausbildungsgang mit Tools und Algorithmen zu planen, zu steuern und zu überwachen.

Welche Unternehmen profitieren vom Ausbildungsmanagement?

AusbildungIn Deutschland erfolgt die Berufsausbildung im dualen System, das heißt sie findet an der Berufsschule und im Betrieb bzw. Unternehmen statt. Die Ausbildung vermittelt wichtige und notwendige Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse zur qualifizierten Ausübung eines Berufes. Die gesellschaftliche Grundlage bildet in Deutschland das Berufsbildungsgesetz (BBiG) von 1969. In Paragraph 1 Absatz 1 heißt es: „Berufsbildung im Sinne dieses Gesetzes sind die Berufsausbildungsvorbereitung, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung.“ Die Ausbildung in einem Betrieb ist wesentlicher Bestandteil der Berufsbildung und entsprechend sorgfältig zu planen und zu organisieren. Ein externes Ausbildungsmanagement unterstützt vor allem Unternehmen bei der Umsetzung, die erstmalig ausbilden. Das betrifft insbesondere kleine und mittlere sowie Klein- und Kleinstunternehmen, die selten über die nötigen personellen und zeitlichen Ressourcen verfügen. Die Unterstützung durch einen Ausbildungsberater bietet sich aber ebenfalls für Unternehmen an, die bereits Erfahrungen mit der Ausbildung von Lehrlingen haben. Technische Innovationen im Betrieb bieten die Gelegenheit, das Ausbildungsangebot etwa um IT-Berufe zu erweitern. Zudem wird die duale Berufsausbildung stets modernisiert und es werden neue Ausbildungsberufe aufgenommen, die gegebenenfalls für den eigenen Betrieb als Ergänzung in Frage kommen. Bei der Eröffnung neuer Standorte unterstützt das Ausbildungsmanagement den Betrieb dabei regional Anschluss zu finden.

Informationsangebote und Dienstleiter für externes Ausbildungsmanagement

Wenn sich Unternehmen dazu entscheiden, Ausbildungen anzubieten, können sie sich an verschiedenen Stellen informieren. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) stellt mit seinem Forum für Ausbilder unter anderen ein bundesweites Informationsangebot für Ausbildungsverantwortliche in Betrieben zur Verfügung. Das Programm JOBSTARTER „Für die Zukunft ausbilden“ ist ein Ausbildungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Projekte von JOBSTARTER und JOBSTARTER plus für kleine, mittlere und Kleinstunternehmen bieten im Rahmen des externen Ausbildungsmanagement Dienstleistungen an, um die Ausbildung im Betrieb zu ermöglichen und zu verbessern.

Inhalte und Aufgaben zur Organisation der Ausbildung in Betrieben

Das externe Ausbildungsmanagement unterstützt Unternehmen dabei, den Fachkräftebedarf im Betrieb zu ermitteln und zu klären, ob dieser langfristig durch Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt sichergestellt werden kann oder es sinnvoller ist, selbst Lehrlinge auszubilden. In letzterem Fall benötigt der Betrieb eine entsprechende Berechtigung, um als Ausbildungsbetrieb zu gelten. Der Ausbildungsberater hilft dabei, eine Ausbildungserlaubnis zu erwerben, geeignete Ausbildungsberufe für das Unternehmen zu identifizieren und schließlich auch Auszubildende zu finden. Dies geschieht durch die Vernetzung mit regionalen und überregionalen Institutionen, wie zum Beispiel Schulen, der Bundesagentur für Arbeit, gewerkschaftsnahen Einrichtungen, Berufskammern oder Verbänden, die Informationen und Services für Ausbildende bieten. Das Ausbildungsmanagement informiert den Betrieb des Weiteren über entsprechende finanzielle Fördermöglichkeiten durch staatliche Stellen, über wichtige Netzwerke und Portale zum Informations- und Erfahrungsaustausch und vermittelt ebenfalls Kontakte zu anderen ausbildenden Betrieben. Zudem weist der Ausbildungsberater das Unternehmen auf wichtige Informationsquellen hin, damit sich dieser rechtzeitig über Neuerungen und Modernisierungen der Ausbildungsverordnungen und Prüfungsverfahren sowie über neue Ausbildungsberufe informieren kann. Für die Ausbildenden und Ausbildungsverantwortlichen selbst bietet das Ausbildungsmanagement darüber hinaus Serviceangebote, Seminare und Workshops zur Weiterbildung. Im Großen und Ganzen leitet der Ausbildungsberater zur Ausbildungsorganisation an und sorgt dafür, dass die Ausbildung möglichst ohne Beeinträchtigungen des Arbeitsalltags im Unternehmen etabliert und integriert wird. Die Aufgaben des externen Ausbildungsmanagements lassen sich wie folgt auf einen Blick zusammenfassen:

  • Fachkräftebedarf im Betrieb ermitteln
  • passende Ausbildungsberufe im Unternehmen identifizieren
  • geeignete Bewerber finden und auswählen
  • (Betriebs-)Praktika einleiten und durchführen, z.B. in Kooperation mit Schulen
  • Vermittlung von Verbundausbildungen für kleinere Unternehmen mit anderen Betrieben
  • Information über Möglichkeiten von Zusatzqualifizierungen der Azubis in der Region
  • Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung abgestimmt auf die Praxisprozesse im Betrieb
  • Bereitstellung von Weiterbildungsangeboten (Workshops, Seminare) für Ausbildungsverantwortliche
  • Hinweis auf (über-)regionale Netzwerke und (Internet-)Portale zum Informations- und Erfahrungsaustausch
  • über Serviceangebote und finanzielle Fördermöglichkeiten von staatlichen Stellen informieren
  • bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung beraten und unterstützen
  • bei Konflikten und in Krisensituationen zur Seite beratend stehen

Digitales Ausbildungsmanagement bietet Tools und Werkzeuge für den Ausbildungsbetrieb

Online Berichtsheft

Online Berichtsheft

Um die Ausbildungsorganisation und -arbeit zu erleichtern stehen Unternehmen mit dem digitalen Ausbildungsmanagement zahlreiche Tools und Werkzeuge zur Verfügung. Mit einer derartigen Softwarelösung können Betriebe die Ausbildung planen, steuern, überwachen und verwalten. Je nach Anbieter umfasst das digitale Ausbildungsmanagement verschiedene Funktionen und automatisierte Abläufe, die die Arbeit erleichtern. Zentraler Bestandteil ist in der Regel ein digitales Berichtsheft, auf das die Azubis und Ausbilder online jederzeit und von überall zugreifen und es ausfüllen können. Die Software umfasst ebenfalls eine Datenbank mit den Rahmenplänen der anerkannten Ausbildungsberufe. Ausbildungsbetriebe haben die Möglichkeit im digitalen Ausbildungsmanagement Lernziele gemäß der betrieblichen Anforderungen festzulegen und zu aktualisieren. Weiterhin ist es möglich die Lernfortschritte in den einzelnen Ausbildungsstationen festzuhalten und gegebenenfalls zu korrigieren. Sowohl die Lernziele als auch die Lernfortschritte lassen sich übersichtlich in Form eines Organigramms anzeigen und automatisch ermitteln. Auf der Basis von Algorithmen kann die Software beispielsweise auch individuelle Planungsvorschläge für Auszubildende machen, an denen sich die Ausbilder orientieren. Zudem stehen mit dem digitalen Ausbildungsmanagement weitere Funktionen bereit, wie zum Beispiel digitale Lernkarten oder Lernvideos für die Prüfungsvorbereitung, Urlaubsplanung, Reportings oder ein Feedbacksystem.

YouTube

By loading the video, you agree to YouTube's privacy policy.
Learn more

Load video

16. März 2021

Lernen Sie uns kennen

Wollen Sie mehr erfahren über die Themen Recruiting, Bewerbermanagement, Talent Management, Personalentwicklung, Human Resources und Zeitwirtschaft mit der rexx Software? Besuchen Sie uns auf einer der Personalmessen, gerne senden wir Ihnen Freikarten. Oder vereinbaren Sie einen persönlichen Kennenlern-Termin!

Die nächsten Termine

29. Juli 2021, online
24. August 2021, online
08. September 2021, online
14. September 2021, koelnmesse, Eingang West, Messeplatz 1, D-50679 Köln Halle 4.2 / Stand C.14
16. September 2021, online und ggf. live
28. September 2021, online
05. Oktober 2021, Köln
13. Oktober 2021, online
13. Oktober 2021, Wien
27. Oktober 2021, München
11. November 2021, online
22. November 2021, Düsseldorf
29. März 2022, Zürich
05. April 2022, Stuttgart
03. Mai 2022, Hamburg
19. Mai 2022, online
06. Juli 2022, München
13. September 2022, Köln

HIER MESSE-TERMIN VEREINBAREN UND MESSE-KARTEN BESTELLEN

MESSE-KONTAKT