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Mehr Frauen in MINT-Berufen

20.12.2021
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Mehr Frauen in MINT-Berufen

20.12.2021

Für mehr Frauen in MINT-Berufen ist auch das Recruiting gefragt

Dass Frauen in Technik und Naturwissenschaften unterrepräsentiert sind, ist sicherlich viel in der Erziehung begründet. Unternehmen beziehungsweise ihre HR-Abteilungen haben über Kampagnen aber durchaus Einflussmöglichkeiten, MINT-Berufe für Frauen interessanter zu machen.

Um die anhaltenden Nachwuchsprobleme anzugehen, richtet sich die Deutsche Bahn seit langem mit zum Teil provokanten Werbespots auch an Frauen. In einem Werbefilm von 2012 sieht man eine junge Frau im Cocktailkleid an der Bar und wie ein Mann um die 40 sie mit seinem 400-PS-Schlitten anzubaggern versucht. Sie zückt daraufhin ihren Zugschlüssel und sagt: „10.977 PS, 330 Spitze, morgen früh 8:43 Uhr.“

Der heute auf YouTube nur noch in schlechter Auflösung zu findende Spot mag nicht frei von Kritik sein, räumt aber auch damit auf, dass das sogenannte schwache Geschlecht in knallharten Männerdomänen nichts verloren hat. Und dazu gehören nach alten Vorurteilen, die ihre Wurzeln meist schon in der Kindheit und Erziehung haben, auch die sogenannten MINT-Berufe, gemeint sind solche in den Bereichen Mathematik, Ingenieurs- und Naturwissenschaften sowie Technik, deren Förderung sich Femtec auf die Fahne geschrieben hat.

Frauen in MINT-Berufen – hier ein paar ZahlenMINT-Berufe und Frauen

  • 31,4 % Frauenanteil bei den Studierenden gegenüber 19,4 % im Jahr 1975 (Karrieremagazin)
  • 15,3 % Frauenanteil in MINT-Berufen (Stand März 2020, Karrieremagazin)
  • 22 % der jungen Frauen interessieren sich auch ohne Vorbild für ein MINT-Studium, mit Vorbild sind es 44 % (ergab eine Microsoft-Studie)
  • 17,5 % Frauenanteil in ITK-Berufen in Deutschland, laut Eurostat europaweit mit der niedrigste Wert

In Deutschland gingen Frauen lange unter

Der Frauenanteil in den Studienfächern hat sich seit Anfang der 1970er Jahre von etwa 15 auf 30 Prozent zwar in etwa verdoppelt und liegt in den Fächern Mathematik und Chemie sogar schon bei der Hälfte, aber in anderen Fächern wie der Elektrotechnik gibt es „immer noch Ausreißer nach unten“. So äußert sich die ehemalige Bundesbildungsministerin und heutige Femtec-Aufsichtsratsvorsitzende Johanna Wanka in einem Interview mit dem Human Resources Manager.

Der Mangel an Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen ist kein Phänomen der Neuzeit. Die Gründe dafür liegen weit zurück in der Geschichte und hängen noch viel mit dem Rollenbild der Frau zusammen. Dabei gibt es durchaus Vorbilder, von Marie Curie, der zweifachen Nobelpreisträgerin (1903 für Physik und 1911 für Chemie), und der Mathematikerin Ada Lovelace, Tochter von Lord Byron, die 1837 das erste Computerprogramm geschrieben hatte, ganz abgesehen. Tatsächlich war Programmieren lange Zeit eine Frauendomäne und selbst 1987 lag der Frauenanteil in den USA noch bei 42 Prozent, heißt es bei get in {IT}.

Auch in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum gab es durchaus frühe Beispiele von weiblichen Talenten, aber meist wurden sie nicht oder nicht ausreichend gewürdigt. Mileva Marić, Albert Einsteins erste Frau, wurde zum Beispiel von der ETH Zürich erst 2005 postum als „Mitentwicklerin der Relativitätstheorie“ geehrt.

Zwar war in der Zeit der Weltkriege die Unterstützung der Frauen mehr als gefragt, dennoch ging die Beteilung der Frau in der Arbeitswelt stückweise mit Beginn der 1950er Jahre zurück. Das ging soweit, dass sie ihre Väter oder Ehemänner bis 1958 noch fragen mussten, ob sie arbeiten oder den Führerschein machen durften. Und das hat das Frauenbild in der Berufswelt allgemein und in MINT-Fächern noch einmal besonders geprägt, bis die 68er versucht haben, damit aufzuräumen. Obwohl mittlerweile bald mehr 60 Jahre dazwischen liegen, hinkt Deutschland weiterhin hinterher Frauen für eine naturwissenschaftliche Karriere zu begeistern.

Wie den Zauber der Identifikation entfachen?

Mehr Frauen in MINT Aber Mädchen bekommen bis heute oft zu Hause noch zu hören, Mathe oder Physik müsse sie nicht interessieren, die Mutter oder Tante sei ja auch „keine große Leuchte“ darin gewesen. So etwas ist umgekehrt natürlich prägend, wie auch die ehemalige Bildungsministerin Wanka feststellt. Denn Vorbilder auch in der eigenen Familie sind so wichtig. Arbeiterfamilien setzten zum Beispiel mehr auf einen sicheren Beruf mit gutem Einkommen und auf das, was sie selbst kennen, wenn es um die Karriere ihrer Kinder geht – für Mädchen bleibt da oft maximal der Wunsch, sie möge doch Grundschullehrerin werden. Eine Microsoft-Studie hat laut dem im Kasten genannten Karrieremagazin ergeben, dass junge Frauen sich zu 44 Prozent für MINT-Studienfächer interessieren, wenn sie entsprechende Vorbilder vor Augen haben, ohne Vorbild sind es nur 22 Prozent. Was für ein krasser Gegensatz!

Um Vorbilder zu schaffen und den Zauber der Identifikationskraft zu entfalten, haben Eltern und Schulen heute viel mehr Möglichkeiten. Es gibt eine Reihe von gut gemachten Spielfilmen und Serien über Pionierinnen der Wissenschaften und Technik, „Lotte am Bauhaus“ zum Beispiel oder „Hidden Figures“ über afroamerikanische Mathematikerinnen, die in der Hochzeit der Rassendiskriminierung um 1950 maßgeblich am Mercury- und Apollo-Programm der NASA beteiligt waren, oder die Kinderbuchserie „Adas & Marys unglaublich erfolgreiche Agentur für das Lösen unlösbarer Fälle“.

Des Weiteren ist es wichtig, mit sogenannten MINT-Kampagnen offensiv Frauen für den naturwissenschaftlichen Bereich zu gewinnen. Der allseits bekannte Girl’s Day richtet sich bereits an Schülerinnen und erlaubt ihnen einen Einblick in technische Berufe zu erhalten. Als Alternative dazu haben auch die männlichen Klassenkameraden die Chance mittels eines „Boy’s Days“ Berufe zu testen, die klar als „Frauen-Jobs“ markiert sind.

Was Personalabteilungen tun können

Aber auch Personalabteilungen können viel tun, um Frauen mehr für ITK- und MINT-Berufe zu begeistern. Das kann in Form von Stellenanzeigen oder Werbespots wie denen der Deutschen Bahn geschehen, die Frauen auch für Technik und Führungspositionen begeistern will, kann sich aber auch im Recruiting-Gespräch ergeben oder aus der Situation heraus bewusst gesteuert werden.

Die überdurchschnittlichen Gehälter, die hier locken, sind natürlich ein oft schlagendes Argument, aber für junge Menschen der Generation Y wird es unabhängig vom Geschlecht auch immer wichtiger, Beruf und Familie vereinen zu können. Was eigene Kita-Plätze angeht, sind kleinere Unternehmen meist raus, aber die Coronakrise hat gelehrt, dass Homeoffice oder hybrides Arbeiten auch für die Zukunft ein gangbarer Weg wären. Anders als in der Medizintechnik, im Chemie- oder Lebensmittellabor hängt die IT zum Beispiel immer weniger von der physischen Anwesenheit ab, weil das meiste heute remote geschieht. Ein ganz wichtiges weiteres Argument und Instrument, um mehr Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen, ist das Talentmanagement einschließlich Fort- und Weiterbildung für die Karriereförderung, wie es die Software-Suite von rexx systems abdeckt.

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