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Zuerst IT, dann HR: sprunghaftes Gehalt auch im Personalbereich?

13.06.2022
Gehalt im Personalbereich: Spürbarer Anstieg
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Zuerst IT, dann HR: sprunghaftes Gehalt auch im Personalbereich?

13.06.2022

Die Nachfrage bestimmt das Angebot – und das könnte für Personaler demnächst deutlich interessanter werden. In vielen Berufszweigen sind die Gehälter in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, mitunter auch befeuert durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Noch bemerkt man davon im HR-Bereich nicht allzu viel. Die Experten gehen jedoch davon aus, dass dies angesichts der gestiegenen Nachfrage nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

Starke Nachfrage, aber keine gestiegenen Gehälter

Der Personaldienstleister Hays ermittelte im Rahmen einer Studie, dass es im vierten Quartal 2021 im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten satte 93 Prozent mehr Stellenausschreibungen für die Suche nach Personalern gab. Besonders gefragt sind aktuell etwa Recruiter. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass Arbeitgeber im HR-Bereich einen gesteigerten Personalbedarf verzeichnen.

Interessant wirken vor diesem Hintergrund die Ergebnisse, zu denen das Beratungsunternehmen Willis Towers Watson gekommen ist. Die Auswertung von mehr als 400.000 Gehaltsdatensätzen von etwa 870 teilnehmenden Unternehmen zeigt, dass sich trotz gestiegener Nachfrage während der Pandemiejahre von 2019 bis 2021 keine größeren Veränderungen in der Vergütung der HR-Mitarbeiter ergeben haben. Noch scheint sich der gewachsene Personalbedarf also nicht auf die deren Gehaltschancen auszuwirken.

Auf den Jobwechsel kommt es an

Was die Zahlen jedoch nicht auf den ersten Blick zeigen: Ausgewertet wurden die Gehaltsstammsätze zahlreicher Unternehmen. Die Experten betrachteten die Gehaltsentwicklung der bestehenden Arbeitsverhältnisse. Die Ergebnisse spiegeln allerdings nicht wieder, inwieweit es Gehaltssprünge beim Jobwechsel gibt. Denn gerade bei einem Wechsel ist der neue Arbeitgeber gerne bereit, noch einen Bonus draufzulegen.

Aktuell gibt es noch keine Erhebungen, die mögliche Gehaltssprünge beim Jobwechsel innerhalb des HR-Bereichs dokumentieren. Eine solche Entwicklung ist aber angesichts des stark angestiegenen Bedarfs im Personalbereich absehbar. Der HR-Bereich ist zum strategischen Partner der Unternehmensführung geworden. Herausforderungen wie der Fachkräftemangel, die Digitalisierung oder neue Arbeitsmodelle machen eine personelle Verstärkung der Personalabteilung unabdingbar.

IT vs. HR: die Gehaltsentwicklung im Vergleich

Die Entwicklung im HR-Bereich ähnelt der im IT-Sektor vor einigen Jahren. 2010 verzeichnete der Bitkom Digitalverband rund 28.000 offene Stellen im IT-Bereich. Mit 96.000 Vakanzen war der Bedarf 2021 etwa viermal so hoch. Eine ähnliche Entwicklung haben auch die IT-Gehälter durchlaufen: IT-Berater verdienten im Jahr 2009 41.400 bis 53.000 Euro – 2021 lagen ihre Gehälter durchschnittlich bei 64.700 bis 84.200 Euro. Und auch die Softwareentwickler haben deutlich bessere Verdienstchancen: Von 40.300 bis 75.000 Euro im Jahr 2009 haben sie sich auf rund 56.600 bis 79.100 Euro im Jahr 2020 gemausert.

Schon heute können Berufseinsteiger im HR-Bereich durchschnittlich 40.000 Euro Fixgehalt erwarten. Nach ein bis zwei Jahren können sie sich auf rund 46.800 Euro hocharbeiten. Den größten Sprung machen Personaler jedoch mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung: Sie verdienen dann bereits durchschnittlich 66.200 Euro – Tendenz: steigend.

Kommt der Gehaltssprung wie in der IT?

Ob HR-Professionals in den nächsten Jahren dieselbe Gehaltsentwicklung nehmen werden, steht aktuell noch in den Sternen. Einige Faktoren sprechen dafür, etwa der wachsende Personalbedarf im HR-Bereich und die bestehenden Trends und Faktoren, die diese Nachfrage eher noch zusätzlich verstärken werden.

Andererseits gibt es doch gravierende Unterschiede zwischen dem IT-Sektor und HR. Der wichtigste sind die Zugangsmöglichkeiten: Die Arbeit im IT-Bereich, besonders in gefragten Bereichen wie der Softwareentwicklung oder der Beratung, erfordert entweder langjährige Berufserfahrung oder eine fundierte, vielseitige Ausbildung oder ein Studium. Auch in der HR-Arbeit sind Erfahrung und Know-how gefragt. Diese sind jedoch vergleichsweise einfacher zu erreichen als im IT-Sektor. Auch weil es sich beim Personaler um einen klassischen Quereinsteiger-Beruf handelt, in dem nicht nur Absolventen von Studiengängen wie Personalmanagement eine Chance haben, sondern auch Betriebswirtschaftler, Wirtschaftspsychologen und weitere Absolventen mit HR-Bezug.

Hinzu kommt, dass der Personalbereich Männern und Frauen gleichermaßen offensteht, während der IT-Sektor nach wie vor wie viele andere MINT-Berufe traditionell mehr Männer anspricht – nicht einmal jeder fünfte IT-Spezialist ist eine Frau. Die Chance, dass zeitnah eine ausreichende Menge Nachwuchskräfte zur Verfügung stehen wird, ist also im Personalbereich höher.

Die Gehaltsentwicklung im HR-Bereich wird an Fahrt aufnehmen. Möglicherweise wird der Anstieg jedoch nicht so sprunghaft verlaufen wie im IT-Bereich, sondern eher in ein gemächlicheres Fahrwasser eintreten.

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