Probleme und Rahmenbedingungen der Digitalisierung

Die Digitalisierung geht einher mit unzähligen neuen Buzzwords (Schlagworten) und Themen sowie Diskussionssträngen. Bevor wir Ihnen Handlungstipps für Ihre Rolle als Digitalisierungsmanager geben, möchten wir Ihnen in dem Wirrwarr etwas Hilfestellung reichen. Neben den Begriffsklärungen finden Sie  ebenso Denkanstöße und Hinweise, an was Sie denken oder was sich Sie sich fragen müssen:

▪     Digitale Transformation

Zum besseren Verständnis möchten wir Ihnen verdeutlichen, was wir unter diesem Begriff verstehen: Digitale Transformation definiert den kontinuierlichen Change-Management-Prozess einer Unternehmung bzw. Organisation, die ihre Geschäftsmodelle und -prozesse, Produkte und Services um digitale Technologien bereichert bzw. signifikant in diese Richtung verändert, um noch größere Geschäftschancen zu erhalten.

▪     Digitalisierungsmanagership

Dieser Ausdruck ist mittlerweile in aller Munde. Folglich brauchen wir »Digitalisierungsmanager«, eben genau den Managertyp, der den notwendigen Einfluss im Unternehmen besitzt, um die digitale Transformation voranzutreiben. Das setzt das »Wollen und Können« voraus, denn die Herausforderung ist nicht einfach. Der Digitalisierungsmanager sollte ‒ anders als vielleicht zur Gestaltung dieses Themas berufene Politiker … ‒ die digitalen Werkzeuge beherrschen. Zumindest sollte er aber deren Funktionsweise und Nutzen kennen.

Digitalisierung

Digitalisierung ist in aller Munde.

Wir kommen in der Regel aus hierarchischen, analog denkenden Organisationen, die auf einmal 2.0, 3.0, 4.0 sein wollen. Egal, Hauptsache, keinen Trend verpassen und gegenüber unseren Stakeholdern ein gutes Bild abgeben. Nur wollen das auch die Mitarbeiter, die es sich oftmals in bestehenden Prozessen und Strukturen recht gemütlich gemacht haben? »Wissen ist Macht ‒ und wer gibt schon gerne Macht auf« ‒ fragte schon der leider verstorbene Dr. Prof. Peter Kruse. Damit sind wir bei einem Kernproblem, wenn es darum geht, Wissen zu teilen ‒ immerhin eines der Kernelemente der digitalen Transformation. Der Digitalisierungsmanager wird die Aufgabe haben, »Wissenssilos«, in denen Know-how wie in einem Tresor aufbewahrt wird, aufzubrechen, und das wird nicht leicht. Denn allem voran muss der Change, also der Wandel, eingeleitet werden. Genau das ist Chefsache.

Digitalisierung auf Rezept?

Digitalisierung kann man nicht technisch verschreiben. Sie muss wachsen. Von innen nach außen. Vor allem muss sie von »ganz oben« gewollt und gelebt werden. Passiert das nicht, verweigern die Mitarbeiter die verordnete Digitalisierung. Schnell wird dann wieder HR (Human Resources) gerufen: Macht doch mal eine Mitarbeiterbefragung dazu, »was da los ist«. Abgesehen davon, dass bei diesen nur bedingt ehrlich geantwortet wird ‒ denn oft können Rückschlüsse zum Verfasser gezogen werden nach dem Motto: »Ach, das hat bestimmt der und der geantwortet« ‒, ist damit das Thema Digitalisierung vorerst beerdigt. Schließlich werden dann wieder Berater gerufen, um vermeintliche Lösungen zu finden.

In vielen Projekten fehlt die saubere Analyse und eine sorgfältige Begleitung in und vor allem nach der Einführung. Erfolgreiches »Plug and Play« ist da eher die Ausnahme. Zumal: Die Digitalisierung ist eigentlich kein Projekt, denn es gibt keinen Anfang und kein Ende. Neue Technologien werden fortlaufend kommen. Dennoch hat die Transformation aus heutigem Blickwinkel durchaus einen Anfang und (k)ein Ende. Sie begann bei 1.0 (Zeit vor Facebook) und lief über 2.0, 3.0, um heute bei 4.0 angekommen zu sein. Auf diese Reise mussten und müssen Manager ihre Mitarbeiter mitnehmen: Von analog auf digital ‒ ein echter Meilenstein der Menschheit, so wie seinerzeit die Einführung von (Dampf-)Maschinen. Das geschieht nicht »nebenbei«, sondern erfordert neben Wissen und Wollen auch eine Strategie.

Das Digitalisierungs-Dilemma

Seien wir mal ehrlich: Eigentlich wollen wir Manager die »digitale Transformation« doch gar nicht ernsthaft. Muss das jetzt sein? Hätte das nicht warten können? Muss ich mich jetzt damit noch beschäftigen? Der ein oder andere wird sich über diesen Einstieg wundern und geschätzt 80 % der Manager stehen dem Thema immer noch ablehnend gegenüber. In den letzten 2‒3 Jahren wurde das Thema in erster Linie seitens der Generation Y und folgende, der Regierung zum Thema Industrie 4.0 und natürlich durch die Berater vorangetrieben. Deshalb müssen wir uns mit der Digitalisierung beschäftigen.

 

Dieser Artikel ist der Beginn einer Serie und richtet sich sowohl an Manager, die Gesamtverantwortung haben, als auch ‒ gesondert beschrieben ‒ an die funktionalen Bereiche. Es soll zu neuen Ideen inspirieren, wie Sie sich selbst aufstellen können bzw. eine begonnene Digitalisierung erfolgreich zu Ende führen. Nur wenn Sie wissen, was in den einzelnen Sparten auf Sie zukommt, können Sie sich auch auf die Digitalisierung einstellen, sich darauf einlassen und sie zum Erfolg führen.

 

17. Januar 2018

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