Auszubildende - die Fachkräfte von morgen richtig ansprechen

Der Fachkräftemangel hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Gerade in der IT-Branche wird händeringend nach Experten gesucht. Viele Unternehmen vergessen dabei, dass die Einstellung ausländischer Fachkräfte dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Langfristig orientierte Firmen setzen dabei auf den eigenen Nachwuchs, denn der hat auch einiges zu bieten:

Azubis sind nicht nur die Fachkräfte von Morgen, sie sind auch während der Ausbildung bereits schon gut eingearbeitet, kennen sich fachlich und räumlich aus und haben eine tiefere Bindung zum Unternehmen als frische angeheuerte Kollegen. Das Werben um Azubis ist daher längst ins Blickfeld von Personalverantwortlichen gerückt. Mittlerweile gibt es sogar schon richtige Konkurrenz unter Unternehmen, die sich die größten Talente sichern wollen. Um hierbei erfolgreich zu sein, müssen Ansprache und Taktik stimmig sein. 

Mobile Leute wollen sich mobil bewerben

Azubis

Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen und genau so wollen sie auch behandelt werden.

Die umworbenen Millenials zeichnen sich nämlich durch einen besonders technikaffinen Lebensstil aus und sind daher am besten online zu erreichen – auch über Social-Media Kanäle, wie Facebook oder Instagram. Wer hier nicht vertreten ist, hat von Anfang an schlechte Karten. Auch ein eigenes Jobportal – natürlich im responsive Design um mobile Nutzung zu gewährleisten - ist ein Must have!

Unternehmen sollten darüber hinaus den Trend hin zu Talentpools im Auge behalten, den moderne Jobbörsen anbieten. Dabei können sich Talente nicht nur von Unternehmen finden lassen, sondern sich auch direkt mit einem Klick bewerben, wenn sie ihren Lebenslauf hinterlegt haben. Dies alles setzen junge Leute im digitalen Zeitalter mittlerweile voraus. Die Zeiten von Papierbewerbung sind ein für alle Mal vorbei.

Mit der Erfahrung von Auszubildenden die eigene Unternehmenskultur voranbringen

Doch was ist jungen Menschen darüber hinaus wichtig, wenn sie sich für die erste Station ihrer Karriere entscheiden? Wir haben bespielhaft drei Azubis über ihre Ausbildungssuche befragt und wollten herausfinden, welche Erfahrungen sie bei der Jobsuche gemacht haben. Ihre Aussagen lassen sich für die Verbesserung der eigenen Unternehmneskultur nutzen.

 

Kai, 21 - Auszubildender als Informatikkaufmann

„Zuerst habe ich versucht, mich über die Agentur für Arbeit als Logistikkaufmann zu bewerben. Allerdings wurde ich, obwohl ich Abitur und ein abgebrochenes Studium vorweisen konnte, selten eingeladen und habe oft keine Rückmeldung bekommen. Dies hat mir die Lust auf den Beruf ein Stück weit genommen. Als ich dann zum Bewerbungsgespräch als Informatikkaufmann eingeladen und mir anschließend ein Vertrag angeboten wurde, wusste ich zuerst nicht so Recht ob es mir gefallen würde. Die Internationalität des Unternehmens hat mich aber schnell davon überzeugt, dass die Entscheidung richtig war. Mir gefällt besonders die Vielfältigkeit des Ausbildungsbetriebs und dass ich nicht wie eine Aushilfskraft behandelt werde. Vielmehr bekomme ich Aufgaben mit eigener Verantwortung übertragen. Dadurch fühle ich mich wertgeschätzt und als wichtige Stütze  des Unternehmens.

TIPP:  Junge Leute erwarten schnelle Reaktion auf Bewerbungen. Wer zu lange oder sogar vergeblich auf eine Antwort wartet, sieht nicht nur das Unternehmen, sondern schnell auch mal die ganze Branche negativ.

 

Pia, 22 – Auszubildende als Kauffrau für audiovisuelle Medien

„Auf der Suche nach einer Ausbildung in der Medienbranche habe ich schnell gewusst, dass mein aktuelles Unternehmen das Richtige für mich ist. Ich wurde sehr zügig eingeladen, das Bewerbungsgespräch verlief auf einer lockeren Ebene und ich hatte auch einen Ansprechpartner für Nachfragen. Das alles hat mir das Gefühl gegeben, wirklich gewollt zu werden.

Die Entscheidung fiel mir dann auch nicht mehr schwer und der erste Eindruck hat auch nicht getäuscht. Es besteht eine lockere Atmosphäre im Büro, selbst mit den Vorgesetzten lässt sich scherzen, gleichzeitig wird der gegenseitige Respekt aber nicht vergessen. Zusätzlich ist es schön, dass alle Kollegen hilfsbereit und immer offen für Fragen sind. Letztendlich waren die zwischenmenschlichen Aspekte der Grund warum ich mich für meinen Ausbildungsbetrieb entschieden habe, aber auch das Ambiente spielte eine wichtige Rolle.“

TIPP:  Bleiben Sie authentisch. Unternehmen, die auf die Karte „Mehr Schein als Sein“ setzen, fallen eher früher als später auf – und zwar negativ.

 

Felix, 23 – Auszubildener als IT Systemkaufmann

„Nachdem ich mein Studium im 3. Semester abgebrochen habe, war ich auf der Suche nach einer Ausbildung, da mir das praktische Arbeiten  einfach mehr zusagt, als die Theorie. Über die Agentur für Arbeit habe ich nach einer Stelle im Marketing gesucht, mich bei über 20 verschiedenen Unternehmen beworben, aber in 90% der Fälle nicht einmal eine Antwort bekommen. In  einem Vorstellungsgespräch wurde versucht mit einem prunkvollen und modernen Büro zu punkten, allerdings  hatte ich mehr das Gefühl, dass die Fachabteilung sich beim Präsentieren der Aufgaben über mich lustig macht. Ein komplettes No-Go.

Ganz anders verlief dagegen mein erstes Gespräch in der IT-Branche. Die Atmosphäre war von Anfang an eine gänzlich andere. Es wurde mit mir über mich gesprochen und nicht die perfekte Präsentation von mir erwartet. Man spürte das Interesse an mir als Person, dazu war der Druck durch das lockere Gespräch gänzlich verschwunden. So war es für mich auch eine klare Entscheidung in welchem Betrieb ich meine Ausbildung anfangen wollte. Die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut und bin glücklich bei einem Unternehmen gelandet zu sein, mit dem ich mich völlig identifizieren kann.“

TIPP:  Wer als Unternehmen nur auf die besten Noten schielt und die Persönlichkeit des Bewerbers außer Acht lässt, verpasst womöglich interessante Charaktere, die sich mit dem Unternehmen schnell identifizieren.  

Fazit: Junge Menschen achten im Bewerbungsgespräch nicht auf dieselben Dinge wie Experten mit jahrelanger Berufserfahrung. Sie wünschen sich Authentizität und das Gefühl von Wertschätzung. Auch Geduld und Interesse sind ein wichtiger Bestandteil um Azubis von sich zu überzeugen, da der Großteil der Skills erst noch erlernt werden muss. Auch die Technikaffinität ist für die Generation Y ein wichtiges Kriterium: Ein Unternehmen ohne Online-Präsenz oder mit langen Recruiting Prozessen gilt als hinter der Zeit zurück und altbacken. Ein angemessenes Gehalt in Verbindung mit Verantwortung für eigene Aufgaben runden den idealen Ausbildungsplatz ab.

Auch Freizeitaktivitäten wie Events, Tischkicker und weitere Goodies wie beispielsweise ein Zuschuss zur HVV-Karte und andere Prämien können bei zwei ähnlichen Angeboten durchaus ausschlaggebend sein. Wichtiger aber ist, dass sich der Auszubildende mit dem Unternehmen identifizieren kann. Dann steht einer langen Karriere im Ausbildungsbetrieb nichts im Wege.

21. März 2018

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