Suchmaschinenoptimierung der Stellenanzeigen für Recruiting Software

Es gibt viele Möglichkeiten wie ein Unternehmens-Jobportal, das von einer externen Recruiting-Software ausgeliefert wird,  in die Unternehmens-Homepage eingebunden bzw. mit der Homepage verbunden werden kann.

Das rexx Recruitment unterstützt alle gängigen Verfahren, um die Stellenanzeigen in die Homepage zu integrieren. Aber nicht alle Methoden sind gleich gut geeignet, um den Erfolg in den Suchmaschinen ("SEO") oder das Teilen bzw. Empfehlen von Links auf Jobs zu unterstützen.

1. Eigenständige Karriere-Seite

Die einfachste Möglichkeit ist eine komplett eigenständige Karriereseite, die mit eigener URL betrieben wird. Hier ist dringend zu empfehlen, dies unter der firmeneigenen Domain zu realisieren. Die URL sollte also zum Beispiel lauten "www.musterfirma.jobs" oder "karriere.musterfirma.com".

Einige Anbieter von Bewerbermanagementsystemen unterstützen dies jedoch nicht. Dann lautet die URL z. B. "recruitingapp_xxx.Recruiting-Anbieter.com" ("Recruiting-Anbieter" ist hier nur ein Platzhalter für den Namen des Anbieters, dessen Software das Unternehmen einsetzt).  Dies ist zwar für die SEO der Stellenanzeigen nicht wirklich relevant, jedoch ist es für einen Bewerber nicht gerade vertrauenerweckend, wenn er auf einer Seite landet, die aufgrund der URL ganz offensichtlich nicht vom Unternehmen selbst betrieben wird. Dies kann die Conversion, also die Umwandlung von Besuchern zu echten Bewerbern, deutlich reduzieren.

Unter SEO-Aspekten ist die eigenständige Karriere-Seite eine sehr gute Möglichkeit, da man die volle Hoheit darüber hat die Stellenanzeigen und andere Inhalte optimal für Suchmaschinen aufzubereiten. Dafür sollte die Recruiting-Software mit einem entsprechendem CMS ausgestattet sein, wie es beim rexx Jobportal professional der Fall ist.

Werden inhaltsreiche Karrierebereiche in die Unternehmens-Homepage eingebunden, besteht die Gefahr, dass sie in komplexen Homepages "untergehen" und so nicht gut von potenziellen Interessenten gefunden werden. Von daher ist dann der Betrieb als eigenständige Jobsite sinnvoll.

Unter Berücksichtigung aller Aspekte bietet der Betrieb einer eigenständigen Karriere-Seite, wenn es denn richtig umgesetzt wird, die besten Vorausetzungen für ein erfolgreiches Online-Recruiting!

Vacancies first!

Den nachfolgend beschriebenen Fehler, den man im Zusammenhang mit umfangreichen Karriereseiten oft sieht, sollte man unbedingt vermeiden. Inbesondere gilt das für umfangreiche Karrierebereiche, die in die Unternehmensseite eingebettet sind.

Man findet auf solchen Karrierebereichen alles mögliche: Mitarbeiter Statements, Leistungen des Unternehmens für die Angestellten, Datenschutzerklärung,  Fortbildungen, Karrierepfade unterteilt nach Ausbildung, Berufseinsteiger und Berufserfahrene usw. Nur: Die offenen Stellenangebote findet man nicht - sie sind zu versteckt.

Viele Inhalte für potenzielle Bewerber sind ja schön - aber das wichtigste ist die Liste der offenen Stellenangebote. Wenn die Stellenangebote nicht auf Anhieb zu erkennen sind, ist es so, als wenn man sich in einem Onlineshop bewegt und die Artikel bzw. den Warenkorb nicht finden kann!

Dies gilt nicht nur für den menschlichen Besucher: Auch die Suchmaschinen leiten die Relevanz der Inhalte nach ihrer Dominanz auf der Seite ab: Was für den Menschen gut zu finden ist, ist für Suchmaschinen ebenfalls dominant!

Responsiv!

Ein weiterer Vorteil einer eigenständigen Karriereseite ist die Möglichkeit, sich von der Technik der Unternehmensseite abzukoppeln. Moderne Recruitment-Software liefert sogenannte "responsiv" Jobportale. Diese Jobportale passen die Darstellung der Inhalte optimal für verschiedene Bildschirmgrößen an.

Sollte die Unternehmens-Homepage nicht responsiv sein, so kann man dieses Feature zumindest für die Karriereseite bieten. Dies wirkt ebenfalls auf die Suchmaschinen: Sucht ein Bewerber via Google auf einem mobilen Endgerät nach Stellenangeboten, so werden ihm vorrangig Ergebnisse gezeigt, die responsive sind und sich so gut auf dem kleinen Smartphone-Screen darstellen lassen.

Gute Verlinkung zur Unternehmens-Homepage

Damit die Inhalte und Stellenangebote einer eigenständigen Karriereseite gut in den Suchmaschinen gelistet werden, ist die Verlinkung von anderen Seiten auf die Karriereseite sehr wichtig. Die Karriereseite sollte daher sehr prominent von der Unternehmensseite verlinkt werden. Idealerweise ist es dort ein Link im Toplevel-Menü oder Footer der Unternehmensseite - also nicht verschachtelt in irgendwelchen Untermenüs der Unternehmensseite.

Je prominenter dort der Link gesetzt wird, desto mehr Bedeutung für die Suchmaschinen "erbt" die Karriereseite von der Unternehmensseite. Gleichzeitig gilt dann: Je besser die Unternehmensseite in den Suchmaschinen indiziert ist, desto besser werden die Stellenanzeigen der Karriereseite in den Suchmaschinen gefunden.

 

2. Integrationsmöglichkeiten eines extern betriebenen Jobportals in die Unternehmens-Site

2.1 Reverse Proxy (auch bekannt als SSI "Server side includes")

Dies ist unter SEO-Gesichtspunkten und Komfort-Aspekten die beste Variante, um das Jobportal der externen Recruiting Software in die Unternehmens-Homepage einzubinden. Allerdings gilt weiterhin wie oben ausgeführt, dass wenn kein Zwang besteht, das Jobportal in die Unternehmens-Site einzubinden, immer die Standalone-Karriere-Seite bevorzugt werden sollte.

Vereinfacht gesagt werden bei dieser Methode durch den Proxy die Inhalte der Unternehmens-Homepage und der Recruiting-Software zusammengeschnitten. Dabei spiegelt der Proxy die Jobportal-Seite der externen Recruiting-Software so, dass sie zum eigenen Inhalt der Unternehmens-Seite wird. Dies passiert in Echtzeit, so dass z.B. eine Aktualisierung der Stellenausschreibung über die Recruiting-Software sofort auf der Unternehmens-Homepage erscheint.

Alle öffentlich sichtbaren Komponenten der Recruiting-Software - von der Stellenanzeige über das Bewerbungsformular bis zum Login-Portal für den Bewerber - sind damit nahtlos in die Unternehmens-Homepage integriert.

Dies bewirkt, dass die Suchmaschinen die Inhalte (Stellenliste, Stellenanzeigen, Bewerbungsformular, etc.)  als Inhalte der Unternehmens-Homepage indizieren.

Weist die Unternehmens-Homepage in den Suchmaschinen ein gutes Ranking auf, so wird das auf das Jobportal und die Online-Stellenanzeigen vererbt. Damit sind die Stellenangebote in den organischen Ergebnissen der Suchmaschinen gut positioniert, wenn sie entsprechend suchmaschinen-freundlich gestaltet sind.

Diese Methode ist technisch anspruchsvoll und setzt Anpassungen der Homepage voraus. Die Homepage muss für die Inhalte, die aus der Recruiting-Software kommen, die Seitenumgebung (Navigation, Menü, etc.) der Homepage liefern.

 

2.2 Einbindung via Iframe

Ein Iframe ist ein externer Seitenbereich, der in die Homepage eingebunden werden kann. Für einen Besucher erscheinen die Stellenanzeigen dann wie direkte Inhalte der Unternehmens-Site (nicht aber für die Suchmaschinen).

Wenn die Recruiting Software keine entsprechenden Techniken unterstützt, hat dies jedoch den unschönen Nebeneffekt, dass man nicht direkt auf diese Stellen verlinken kann (z.B. via Stepstone, Monster, Xing, Facebook, etc.).

rexx Enterprise Recruitment bietet dafür den sogenannten URL-Builder.

Ein weiterer Aspekt, der bei der Einbindung des Jobportals via Iframe beachtet werden sollte, ist die Darstellung der sogenannten "Meta Tags" der Stellenanzeigen. Meta Tags sind z.B. der sog "Title", der oben im Balken des Browers erscheint:

Dieser "Title" wird von vielen "Share"-Funktionen herangezogen, wenn man z.B. die Stellenanzeige via Xing, LinkedIn oder Facebook empfehlen möchte.

Bei einer einfachen Iframe-Einbindung besteht der Nachteil, dass bei einer solchen Link-Empfehlung nicht der Title der Stellenanzeige sondern der Title der umgebenden Homepage gezogen wird. Das wird dann in der Regel so etwas sein, wie "Stellenangebote / Jobs bei Musterfirma". Eigentlich möchte man jedoch den Title direkt bezogen auf das Stellenangebot sehen, also z.B. "Stellenangebot Consultant (m/w) bei Musterfirma".

Das rexx Enterprise Recruitment stellt hierfür einen sog. "Webservice" zur Verfügung. Darüber kann das Unternehmen die Homepage so erweitern, dass die Meta Tags "Title", "Description" (eine Kurz-Zusammenfassung des Stellenangebotes) und "Keywords" bei einem "Teilen/Empfehlen" des Links auf die Stellenanzeige herangezogen werden. Hier liefert dann der rexx Webservice die Daten für Title und Description an die umgebende Homepage, die diese Daten verarbeiten und anzeigen muss.

Hinsichtlich der SEO gilt bei allen o.a. Features,  dass sie die Positionierung der Stellenanzeigen in den Suchmaschinen nicht gravierend verbessern, da aus Sicht der Suchmaschinen via Iframe eingebettete Stellenanzeigen keine Inhalte aufweisen.

Weiterhin ist die Iframe-Umsetzung nicht gut für eine responsive Darstellung geeignet. Die Einbettung des Jobportals via Iframe in eine responsive Unternehmensseite ist zwar technisch möglich, wenn die externe Recruiting-Software das unterstützt, aber eben sehr aufwändig.

Die Einbindung eines Jobportals via Iframe wird gem. der o.a. Ausführungen von rexx nicht mehr empfohlen.

2.3 Popup / Layer

Hierbei wird das Jobportal in einem neuen "Fenster" auf der Homepage des Unternehmens geöffnet.

Eine Einbindung via Popup oder Layer ist unter SEO-Aspekten und dem o.a. Teilen/Empfehlen von Links auf Stellenanzeigen nicht zu empfehlen.

Hinzu kommt, dass die Browser in der Regel so eingestellt sind, dass sie Popups standardmäßig unterdrücken, so dass die Online-Stellenanzeige im Normalfall gar nicht angezeigt wird.

Bei sog. "Layern" besteht das Problem der Unterdrückung der Inhalte von Popup-Blockern zwar nicht, aber es fehlt trotzdem die wichtige Möglichkeit der Empfehlung / Direktverlinkung auf die Stellenanzeige.

Zudem ist es auf mobilen Endgeräten oftmals technisch schwierig - wenn nicht sogar unmöglich - solche Popup-Bereiche für den Besucher gut bedienbar darzustellen.

Die Popup-Variante zur Einbindung ist negativ zu bewerten und ist noch deutlich weniger zu empfehlen als die Iframe-Einbindung.

2.4 XML-Export/Import & RSS Feed

XML ist eine Beschreibungssprache um Daten aus Fremdsystemen strukturiert in andere IT-Systeme - z.B. Unternehmens-Homepage - zu übernehmen. Hierbei müssen die Stellenanzeigen aus der Recruiting Software (ATS) als XML-Export bereitgestellt werdern.

Anschließend muss die Homepage des Unternehmens so erweitert werden, dass die exportierten XML-Stellenanzeigen regelmäßig in die Homepage integriert und angezeigt werden. Dabei besteht Möglichkeit, die via XML importierten Stellenanzeigen für die SEO aufzubereiten, sofern die externe Recruiting-Software die Weitergabe SEO-relevanter Parameter per XML unterstützt.

Der Nachteil dieser Methode liegt darin, dass das Unternehmen entsprechendes Know-How besitzen muss, um die Stellenanzeigen via XML in die Homepage zu importieren. Dazu kommt, dass das Unternehmen alle Komfortfunktionen des externen Jobportals bei dieser Methode auf der Unternehmens-Homepage nachbauen muss: Z.B. den Jobalert (Abonnements auf spezifische Jobs), Such- und Filter-Möglichkeiten, Empfehlungsfunktionen usw.

Ein weiterer Minuspunkt des XML-Verfahrens ist, dass die Recruiting-Software den Link auf die per Homepage nachgebaute Stellenanzeige nicht kennt. Dadurch können vielfältige Probleme entstehen, z.B. beim Rücksprung aus dem ATS Bewerbungsformular auf die Stellenanzeige oder bei der Weitergabe des Links aus der Recruiting-Software an externe Systeme (z.B. E-Mail-Publizierung für Agenturen,  Stellen-Publizierung an Jobbörsen).

Zudem werden bei einem XML-Export/Import die Tracking- und Statistikfunktionen der Recruiting-Software unterlaufen. Die exportierten Stellenanzeigen sind dann keine Inhalte mehr, die unter der Verwaltung der Recruiting-Software stehen. Das bedeutet, dass sämtliche Funktionen zur Analyse des Stellenanzeigen-Traffics seitens der Recruiting-Software beim XML-Verfahren ihren Nutzen verlieren.

Der XML-Import erfolgt zyklisch, je nach Möglichkeit und Konfiguration der Homepage und der externen Recruiting Software. Somit werden die exportierten Stellenanzeigen auf der Homepage nie in Echtzeit gezeigt. Ist der Updatezyklus entsprechend groß, ist es für den Recruiter eine erhebliche Prozessstörung, auf die Aktualisierung der Stellenanzeige auf der Homepage zu warten, um z.B. zu kontrollieren, ob die letzten Änderungen am Job korrekt übernommen wurden.

Weiterhin ist zu beachten, dass bei dieser Methodik zwar die Stellenanzeige reibungslos in die Unternehmens-Homepage eingebunden werden kann, jedoch nicht das eigentliche Bewerbungsformular. Im Online-Bewerbungsformular steckt  zu viel "Intelligenz" der Recruiting-Software, die nicht via XML nachgebaut werden kann.

Das führt dazu, dass ein Bewerber nach der Sichtung der via XML eingebetteten Stellenanzeige zum Bewerben auf ein externes Bewerbungs-Formular der Recruiting-Software umgeleitet werden muss, z.B. per "Popup" oder Öffnung eines neuen Browser-Fensters. Egal, wie man dies technisch realisiert, so führt es doch zu einem gewissen Bruch im Online-Bewerbungsprozess und birgt daher die Gefahr, dass die Conversion nicht optimal unterstützt wird.

Aufgrund der vielfältigen Nachteile wird der XML-Export an die Kunden-Homepage vom rexx Recruitment nicht unterstützt.

Technisch ähnlich zum XML-Export/Import ist der sog. "RSS-Feed". Dieser Feed ist für die Anbindung von externen Tools, z.B. News-Reader, vorgesehen und wird vom rexx Recruitment standardmäßig bereitgestellt.

2.5 Widget

Eine elegante Möglichkeit die Stellenanzeigen eines Unternehmens auf Blogs oder Microsites zu verbreiten und damit die Suchmaschinen-Relevanz zu erhöhen, stellen sog. "Widgets" dar. Ein Widget ist nicht als Ersatz für eine klassische Karriere-Seite zu sehen, sondern als Ergänzung. rexx Recruitment stellt solche Widgets über finest-jobs.com bereit: Jobbörse als Widget für Blogs & Microsites

 

3. Bedeutung der SEO für Stellenanzeigen

Man darf als Unternehmen trotz aller Maßnahmen nicht erwarten, dass die eigenen Stellenanzeigen bei Suche nach generischen Jobbezeichnungen z.B. "Bauingenieur,  PHP-Developer, Bürokaufmann, etc.." nun plötzlich ganz oben erscheinen. Die oberen Suchmaschinenplätze sind in der Regel durch Jobbörsenbetreiber u.a. als Werbeplätze eingekauft. Auch in den ersten Nicht-bezahlt-Positionen ("organische Ergebnisse") werden es Unternehmen nicht schaffen, da spezialisierte Seiten wie die großen Jobbörsen hier von den Suchmaschinen höher eingeschätzt werden.

Handelt es sich bei der Suche jedoch um einen speziellen Jobtitle oder wird der Jobtitle mit anderen Keywords kombiniert (ZB. "PHP Developer / Entwickler Hamburg"), ist es möglich mit der richtigen Technik bei solchen Suchen auf den vorderen Plätzen in den Suchmaschinen zu erscheinen. Sie werden bei Klick auf den zuvor angegebenen Link feststellen, dass die rexx Stellenanzeige für PHP-Developer sehr weit oben in den Google-Ergebnissen positioniert ist!

Neben der reinen SEO ist die Möglichkeit, Stellenangebote per Direkt-Link zu empfehlen und sprechende Meta Tags dafür auszuliefern eine absolut wichtige Voraussetzung für das Online-Marketing der Karriereangebote von Unternehmen.

 
17. März 2015

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