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19/09/2023
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Corporate-Influencer: So stärken Arbeitgeber authentisch ihr Employer Branding

Fast jedes zweite Unternehmen im DACH-Raum arbeitet im Bereich des Influencer-Marketings mit Budgets jenseits der 50.000 Euro. Doch längst nicht jeder Arbeitgeber kann (und will) solche Summen investieren. Auf die positiven Effekte muss aber niemand verzichten: Immer mehr Arbeitgeber entdecken Corporate-Influencing für sich – und damit eine kostenlose Werbemöglichkeit, die sich ganz nebenbei positiv auf das Employer-Branding auswirkt.

Was ist ein Corporate-Influencer?

Influencer sind Personen, die eine Vielzahl von Menschen über ihre Social-Media-Kanäle erreichen und diese in gewisser Hinsicht beeinflussen. Stellen sie ein Unternehmen positiv dar, wird dies bei der Zielgruppe entsprechend verankert.

Diesen Marketing-Effekt macht sich auch ein Corporate-Influencer zunutze: Es handelt sich um einen Mitarbeiter des Unternehmens, der in der Öffentlichkeit wie ein Markenbotschafter seine positive Meinung zu seinem Arbeitgeber kundtut. Das kann in den sozialen Medien ebenso wie im realen Leben stattfinden. Corporate-Influencing ist eine Form der Weiterempfehlung, die sich einen wichtigen Grundsatz zu eigen macht: Menschen vertrauen Menschen mehr als Werbung. Das gilt umso mehr, wenn der Corporate-Influencer aus den eigenen Reihen stammt oder zumindest regional ansässig ist.

Corporate-Influencing ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation und somit im Marketing des Unternehmens angesiedelt. Es handelt sich dabei um gezielt ausgewählte Mitarbeiter, die speziell für diesen Posten geschult werden.

Abgrenzung zum Recruiting auf Empfehlung

Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme sind heute beliebt, um neue Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Auch wenn Arbeitnehmer in ihrer Freizeit bei anderen für das Unternehmen „werben“ und es positiv darstellen – Corporate-Influencer sind sie deshalb nicht. Für die Influencer gehört es nämlich zum Job, positiv über das Unternehmen zu berichten – beim Empfehlungs-Recruiting passiert das hingegen freiwillig und ohne große Gegenleistung.

Empfehlungs-Recruiting können Arbeitgeber gut mit passender Software unterstützen. Das rexx Empfehlungsmanagement hilft Mitarbeitern dabei, offene Stellen und Markenbotschaften besonders einfach zu teilen und immer im Blick zu behalten. Zur Motivation können Arbeitgeber mit Incentives und Belohnungen arbeiten. Mit rexx Recruiting können sie zudem niederschwellige Bewerbungsmöglichkeiten anbieten, etwa über WhatsApp, und Social-Media-Kanäle anbinden.

Wer eignet sich als Corporate-Influencer?

Corporate-Influencer rekrutieren Arbeitgeber im Regelfall aus den eigenen Reihen. Hier kommt es nämlich im Gegensatz zum herkömmlichen Influencer nicht darauf an, möglichst bekannt zu sein. Viel wichtiger sind diese Anforderungen:Corporate-Influencer

  • Hohe Zufriedenheit des Mitarbeiters mit seiner Arbeit, dem Betriebsklima, der Führung und der Unternehmenskultur
  • Idealerweise bereits mit vorhandener medialer Reichweite (ist aber kein Muss)
  • Kenntnisse im Marketing und Employer-Branding

Diese Kombination ist nicht ganz leicht zu finden. Corporate-Influencer können aus unterschiedlichsten Unternehmensbereichen stammen – und müssen nicht zwingend einen Marketing-Background mitbringen. Entscheiden sich Arbeitgeber etwa für die coole Staplerfahrerin oder einen Azubi mit großem Follower-Kreis auf Instagram, können sie die fehlenden Kenntnisse durch gezielte Schulungen vermitteln.

Aufgaben eines Corporate-Influencers

Wird ein Arbeitnehmer Corporate-Influencer, gehört dies zu seinem Aufgabenfeld als Angestellter. Er präsentiert das Unternehmen in sozialen Medien und im richtigen Leben auf authentische Weise, gibt Einblicke und zeigt Interessierten glaubwürdig die positiven Seiten der Arbeit im Betrieb. Zu den wichtigsten Aufgaben von Corporate-Influencern zählen:

  • Positive Darstellung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens
  • Präsentation des Unternehmens als attraktiven Arbeitgeber, für den man gerne arbeitet
  • Erarbeitung von Corporate-Content für den Corporate-Blog und die Social-Media-Kanäle des Unternehmens
  • Gestaltung von Inhalten, sodass Interessierte tiefe Einblicke in das Unternehmen bekommen
  • Verbreitung der Botschaft des Unternehmens (Markenbotschafter)

So kann der Corporate-Influencer nicht nur das Employer Branding positiv beeinflussen, sondern das Unternehmen auch bezüglich Marketing unterstützen, etwa um Umsatzsteigerungen zu realisieren. Ziel ist in jedem Fall, die Sichtbarkeit und Reichweite des Unternehmens zu vergrößern und das Vertrauen in die Marke zu stärken.

Warum sich Corporate-Influencing für jedes Unternehmen lohnt

Einen Corporate-Influencer zu beschäftigen, ist im Regelfall deutlich günstiger, als in bekannte YouTube-Stars und -Sternchen zu investieren. Somit lohnt sich der Einsatz als Ergänzung des Marketing-Mix ohnehin.
Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund, warum sich Corporate-Influencing für Unternehmen lohnt: Die authentische und persönliche Art von Corporate-Influencern erreicht die Menschen auf eine Weise, wie es normales Marketing niemals könnte.

Corporate InfluencerEgal, wie Werbung gestaltet wird, der Adressat wird sie immer als Werbung identifizieren. Corporate-Influencer hingegen werden im Regelfall nicht als Werbende wahrgenommen, weil sie authentisch aus ihrem Arbeitsumfeld berichten. Deshalb können diese Markenbotschafter stark zur Meinungsbildung beitragen, beispielsweise über die Qualitäten des Unternehmens als Arbeitgeber.

Einfluss von Corporate-Influencern auf das Employer-Branding

Corporate-Influencer werden in vielen Unternehmen eingesetzt, um das Employer-Branding zu stärken. Das macht Sinn, wenn man weiß, wie die angesprochenen Generationen ticken. Die Generation Z (die Digital Natives) verschaffen sich gerne einen Eindruck von ihrem künftigen Arbeitgeber und lassen sich von emotionalen und authentischen Einblicken beeindrucken. Sie sprechen auf ein hohes Gemeinschaftsgefühl, eine gute Kommunikation im Unternehmen und den Sinn ihrer Arbeit an. All diese Werte lassen sich gut über Videos und Social-Media-Botschaften vermitteln. Corporate-Influencer sind dort, wo ihre Zielgruppe ist, und können somit die Sicht auf ihren Arbeitgeber nachhaltig positiv beeinflussen.

Tipps für erfolgreiches Corporate-Influencing

Damit Corporate-Influencing zu erfolgreichem Empfehlungsmanagement führt, sollten Arbeitgeber diese Tipps beherzigen:

  • Schulung: Neue Markenbotschafter sollten umfassend geschult sein. Zum einen müssen sie die Unternehmensbotschaft genau kennen und leben. Zum anderen sollten sie mit der Kommunikationsstrategie des Unternehmens vertraut sein.
  • Einsatz: Der typische Platz für Corporate-Influencer ist in den Social-Media-Kanälen und auf dem Corporate-Blog des Unternehmens. Es gibt jedoch weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa auf Karrieremessen, bei einem Tag der offenen Tür, einem Girls-/Boys-Day oder auch im Rahmen von Vorstellungsgesprächen, um zum Beispiel den Arbeitsplatz zu präsentieren.
  • Lernen: Corporate-Influencer wird man nicht über Nacht. Da es sich um kein eigenständiges Berufsbild handelt, müssen die Mitarbeiter oft erst lernen, was zu ihren Aufgaben gehört. Diese Zeit sollten Arbeitgeber einräumen und gegebenenfalls einen Mentor zur Seite stellen, der Unterstützung bietet.
  • Ziele: Es empfiehlt sich, Ziele zu definieren, die der Corporate-Influencer erreichen soll, etwa eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen. Diese sollten messbar und nicht zu schwammig formuliert sein.
  • Experimente: Corporate-Influencing hat immer den Charakter eines Experiments – richtig und falsch gibt es nicht. Arbeitgeber sollten ihren Corporate-Influencern so viel Vertrauen entgegenbringen, dass diese etwas Neues ausprobieren und ihre eigenen Wege gehen können. So stärken Sie die Authentizität und Ehrlichkeit.
  • Corporate-Influencing bedarf einiger Vorbereitung und umfangreicher Schulungen der künftigen Markenbotschafter. Es soll somit nicht der Eindruck aufkommen, dass die Methode völlig kostenlos ist. Auch Corporate-Influencer verursachen Kosten – bringen auf der anderen Seite aber einen nicht zu ersetzenden Nutzen: eine gestärkte Arbeitgebermarke und mehr Bewerber.

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