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Generation Z: mit neuer Lern- und Fehlerkultur zur digitalen Kompetenz

04.07.2022
Digital-Young-Talent-Generation Z
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Generation Z: mit neuer Lern- und Fehlerkultur zur digitalen Kompetenz

04.07.2022

Kein deutsches Unternehmen kann sich dem großen Trend der Digitalisierung verschließen. Wer nicht wenigstens auf der Welle mitschwimmt (wenn er ihr schon nicht voraussurft), wird es in Zukunft schwer haben, am Markt zu bestehen. Die digitale Transformation stellt nicht nur für Unternehmer eine Herausforderung dar – auch die Arbeitnehmer müssen mitziehen. Aber gerade an dieser Stelle hakt es – denn die Arbeitgeber haben Schwierigkeiten, die sogenannten „Digital Natives“ zu erreichen und für eine Tätigkeit im Unternehmen zu begeistern.

Herausforderungen bei der Digitalisierung: Es mangelt an digitaler Kompetenz

Eine IHK-Umfrage unter dem TitelDigitalisierung mit Herausforderungenaus dem Jahr 2021 zeigt: Fast jedes zweite Unternehmen sieht die Komplexität der Umstellung vorhandener Systeme und Prozesse als größte Herausforderung an. Ein Drittel der Befragten macht sich vermehrt Gedanken darum, wie die Belegschaft und Führungskräfte mit Weiterbildungen richtig auf die digitale Transformation vorbereitet werden können. Mehr als zwei Drittel der Arbeitgeber sind sicher, dass die Mitarbeiter vor allem im Umgang mit digitalen Technologien geschult werden müssten. Aber auch die Themen agiles Arbeiten, flexible Arbeitsorganisation und die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle stehen auf der Agenda.

Die Generation Y ist inzwischen fest im Arbeitsleben angekommen und leistet bereits heute ihren Teil zur Digitalisierung. Doch Office-Anwendungen intuitiv bedienen oder im Internet recherchieren zu können, reicht oft nicht, um neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln oder komplexe Softwaresysteme einzuführen. Die Hoffnungen ruhen auf der aktuell ins Arbeitsleben eintretende Generation Z (Geburtsjahrgänge 1995 bis 2009), die bereits von Geburt an mit digitalen Medien und mobilen Endgeräten aufgewachsen ist.

Digital mündige Fachkräfte: Woher nehmen?

Bei der Rekrutierung der Generation Z gibt es gleich zwei Herausforderungen:

  1. Die Jugendlichen sind mit klassischen Recruiting-Methoden kaum zu erreichen. Sie bevorzugen Medien, an denen die meisten Arbeitgeber bis heute höchstens experimentell, aber nicht flächendeckend partizipieren. Das ist auch einer der Gründe, warum viele Auszubildende Online-Bewerbungen abbrechen.
  2. Sie sind zwar versiert im Umgang mit digitalen Medien. Sie zu konsumieren ist jedoch nicht dasselbe wie sie (weiter) zu entwickeln. Die nötigen Kompetenzen, um die digitale Transformation voranzutreiben, müssen auch sie erst erwerben.

Arbeitgeber stehen also vor der Herausforderung, das Potenzial der Jugendlichen zu nutzen und sie zu digital mündigen Fachkräften zu entwickeln. Eine große Verantwortung, der sie nur mit Plan und Kalkül gerecht werden können. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Jugendlichen digitale Medienkompetenzen, agile Fähigkeiten und Sozialkompetenz entwickeln.

Und zugleich stellen sie sich auf den veränderten Umgang mit der Suche nach dem richtigen Beruf ein. Berufsfindungs-Events treten zunehmend in den Hintergrund und auch klassische Methoden der Berufsberatung haben keinen großen Stellenwert mehr für Jugendliche. Erste Anlaufstelle sind für sie eher Internetplattformen und soziale Netzwerke. Sie vertrauen auf die Erfahrungen und Meinungen von YouTube- und Instagram-Influencern oder TikTok-Stars.

Projekt DigitalSchoolStory: agile und digitale Kompetenzen für Schüler

Ein herausragendes Beispiel für die gezielte Vorbereitung von Schülern und Schülerinnen auf ihr zukünftiges Berufsleben ist das gemeinnützige Projekt DigitalSchoolStory. Unterstützt von zahlreichen Unternehmern werden in Schulklassen Projekte durchgeführt. Aufgeteilt in kleine Teams erarbeiten die Schüler selbst den Lernstoff und bereiten diesen in Videos im Social-Media-Format auf.

Sie erhalten so einen ganz neuen Zugang zu auf den ersten Blick langweiligen Themen, entwickeln eine eigene Motivation und arbeiten agil. Die Lehrer unterstützen ihre Schüler dabei, digitale und soziale Kompetenzen zu entwickeln und verändern sich vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter. Zum Highlight wird der Live-Austausch über die Entwicklung der Videos und die Rückmeldung von beliebten TikTok-, Instagram- und YouTube-Stars. Das Projekt lässt sich für alle Schulformen und Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe umsetzen und ist nicht an ein bestimmtes Schulfach gebunden.

Mit neuer Lernkultur zur beständigen Lernbereitschaft

Die Schüler erlernen bei diesen und ähnlichen Projekten eine wichtige Fähigkeit, die alle Unternehmen brauchen, aber viel zu selten gelebt wird: beständige Lernbereitschaft. Gerade an Herausforderungen wie der digitalen Transformation zeigt sich, wie wichtig die lebenslange Weiterentwicklung der Mitarbeiter ist. Sie sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Selbst die heutigen Digital Natives stehen der Weiterentwicklung bereits in wenigen Jahren machtlos gegenüber, wenn es ihnen nicht gelingt, sich fortwährend an die neuesten Entwicklungen anzupassen.

Doch zurück zum Projekt DigitalSchoolStory: Hier dreht sich alles rund um digitales Storytelling. Am Ende des Tages ist es „nur“ eine weitere Möglichkeit, sich neue Inhalte anzueignen – aber anders. Statt Informationen passiv zu konsumieren oder vom Lehrer vorgebetet zu bekommen, werden die Schüler selbst zum Schöpfer neuen Wissens. Ihr Lernprozess wird durch eine Geschichte begleitet, die ihre Aufmerksamkeit fordert und sie bei der Stange hält. Was mit Geschichten verknüpft wird, geht automatisch leichter ins Langzeitgedächtnis über.

In dieser Atmosphäre verändert sich das Lernen an sich: Die Schüler entdecken ihre eigene Experimentierfreude, betreten unbekanntes Terrain und verlassen ihre Komfortzone – oder ihre Konsumzone. Statt Inhalte nur noch zu konsumieren, lernen sie, diese selbst zu erschaffen. Und das macht nur allzu oft Lust auf mehr.

Neue Fehlerkultur: Fehler ausdrücklich erwünscht

Zudem erlernen die Schüler ganz spielerisch eine neue Form der Fehlerkultur. Eine, in der Fehler nicht mehr als notwendiges Übel abgetan oder gar bestraft werden. Sondern eine, in der Hindernisse als zwingend erforderlicher Schritt auf dem Weg zur idealen Lösung angesehen werden.

Die Jugendlichen verstehen: Fehler sind nichts Schlimmes, nichts, wofür man sich schämen müsste. Sie bieten Chancen, um sich einen Sachverhalt umfassender zu erschließen und sich selbst zu verbessern. Zugleich entwickeln die Teilnehmer in dieser Atmosphäre das Selbstbewusstsein, zu ihrer Meinung zu stehen, ihren Standpunkt zu vertreten und sich Neuem nicht zu verschließen.

Wie erreichen Arbeitgeber die Generation Z?

Arbeitgeber, die Angehörige der Generation Z für ihr Unternehmen gewinnen möchten, ob als Auszubildende, junge Fachkräfte oder Studienabsolventen, können diese und weitere Methoden nutzen:

  • Sie sollten sich sicher in den sozialen Medien bewegen. Optisch ansprechende und professionell, aber nahbar geführte Accounts sind wichtigste Voraussetzungen, um mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen.
  • Kurze Videos, die die Grundsätze des Storytellings berücksichtigen, sind das optimale Medium, um Jugendliche anzusprechen.
  • Authentizität ist für Jugendliche im Internet besonders wichtig. Personalisierte Inhalte, die ihre Werte aufgreifen, und echte Einblicke ins Unternehmen schaffen eine Vertrauensbasis.
  • Gleichzeitig sollten Arbeitgeber nicht müde werden, ihr Schulmarketing weiterzuentwickeln. Trotz der starken Präsenz in sozialen Medien spielt die Wahrnehmung bei Vorträgen, Girls‘ und Boys‘ Days, Tagen der offenen Tür oder Praktika eine große Rolle bei der Formung des Employer-Brandings.
  • Ein digital gestütztes Ausbildungsmanagement erleichtert nicht nur dem Arbeitgeber die Planung der Azubi-Rotation durch verschiedene Abteilungen, sondern auch die zielgerichtete Vermittlung der Inhalte nach Ausbildungsrahmenplan und die Überwachung von Lernfortschritten. Das rexx Ausbildungsmanagement bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, ihr Berichtsheft komfortabel digital zu führen.

Digitalen Nachwuchs ins Unternehmen zu holen, ist kein Selbstläufer. Arbeitgeber sollten an zahlreichen Punkten ansetzen, um die Zielgruppe auf ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen. Von zentraler Bedeutung ist dabei, dass diese die eigene Lust am Lernen für sich entdeckt, Experimentierfreude zeigt und eine positive Grundhaltung zum Lernen entwickelt.

Für die bestehende Belegschaft können Reverse-Mentoring-Aktionen eine sinnvolle Option sein: In Alterstandems tauschen jüngere und ältere Mitarbeiter digitale Kompetenzen gegen fachliche Expertise – beide Seiten profitieren und gehen so einen weiteren Schritt hin zum lebenslangen Lernen.

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