rexx systems hr-glossar

E-Recruiting

E-Recruiting
rexx systems hr-glossar

E-Recruiting

Papier-Chaos auf dem Tisch der Personalabteilung und unübersichtliche Excel-Tabellen auf dem Bildschirm? Das gehört zum Glück der Vergangenheit an, denn heute werden Bewerbende online rekrutiert. E-Recruiting ist also keine Neuheit mehr in Bewerbungsprozessen, dennoch ist sie aktuell in aller Munde. Sie zählt zu den beliebtesten Methoden in Personalabteilungen und hat die klassische Bewerbung damit vom Thron gestoßen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff „E-Recruiting“?

Mit E(lectronic)-Recruiting bieten sich weitaus mehr Möglichkeiten als mit herkömmlichen Methoden und darf keinesfalls mit dem reinen Versenden von Bewerbungsunterlagen per E-Mail gleichgesetzt werden. E-Recruiting beschreibt vielmehr den gesamten Prozess der Personalbeschaffung mithilfe entsprechender Recruiting-Softwares. Angefangen mit der Suche von potenziellen Bewerbenden, über die Auswahl dieser bis hin zur Kommunikation und der Verwaltung der Bewerbungsunterlagen und des jeweiligen Vorgangs. Dabei werden alle Beteiligten in den Prozess miteinbezogen: Bewerbende und die Personalverwaltung, aber auch die Vorgesetzten und Entscheidungstragende der betreffenden Abteilungen, welche eine Stelle besetzen wollen.

Das Electronic Recruiting ist auf drei Kernziele ausgerichtet: Die Vereinfachung, die Beschleunigung und die Qualitätssteigerung.

Die Vereinfachung bezieht sich auf Unternehmen gleichermaßen wie auf Bewerbende, denn zum einem, wollen Unternehmen viele Bewerbungen generieren, was durch ein einfaches Bewerbungssystem erreicht werden kann, welches wiederum eine bessere und detailliertere Auswahl ermöglicht und zum anderen, wollen Jobsuchende ihre Bewerbungen möglichst einfach und unkompliziert einreichen.

Klassische Bewerbungsprozesse kosten Unternehmen oft viel Zeit und Geld: Unterlagen sichten, Human-Resources einsetzen, Organisieren, Kommunizieren, usw.- die Liste ist lang. Das E-Recruiting kann dabei mit der richtigen HR-Software viele Prozesse beschleunigen. Zum Beispiel kann eine Vorauswahl getroffen werden und durch einheitliche Formulare die Analyse und der Vergleich zwischen den Bewerbenden erleichtert werden.

Aber natürlich liegt der Fokus in der Personalbeschaffung immer auf der bestmöglichen Auswahl der Bewerbenden und somit der bestmöglichen Besetzung der vakanten Stelle. Diese Qualitätssteigerung des Bewerbungsvorgangs verspricht das Online Recruiting durch eine elektronische Unterstützung bei der Auswahl des passenden Personals.

E-Recruiting Kanäle

Trotz der Trends zu Social Media, Online-Lösungen und dem Web 4.0 oder sogar bereits Web 5.0 sind die klassischen Stellenausschreibungen in Zeitungen oder Fachmagazinen nicht zu vernachlässigen. Sie stellen nach wie vor einen wichtigen Faktor für Unternehmen dar und viele Bewerbende halten dort weiterhin die Augen nach passenden Stellen offen. Allerdings setzt das E-Recruiting auf andere Kanäle, um die Jobsuchenden zu erreichen: So werden hier die herkömmlichen Methoden um Online-Jobbörsen, eigene Homepages, Social-Media-Profile und Mobile Recruiting erweitert.

So stellen Jobbörsen im Internet für Bewerbende oftmals die erste Anlaufstelle dar, wenn nach einer freien Stelle gesucht wird, aber auch um das eigene Profil vor potenziellen Arbeitgebenden zu präsentieren. Für das E-Recruiting sind diese Stellenbörsen deshalb ebenfalls ein wichtiger Kanal.

Aber auch die eigene Homepage stellt einen wichtigen Ausspielweg für E-Recruiting dar. Dabei spielt es keine Rolle, ob dafür eigens eine Karriereseite des Unternehmens erstellt wird oder die ausgeschriebenen Stellen lediglich in einem abgegrenzten Bereich auf der eigenen Homepage genannt werden. Der Online-Auftritt des Arbeitgebenden ist für das E-Recruiting unverzichtbar. Hier sollten nämlich nicht nur Stellen ausgeschrieben werden, sondern auch Informationen angeboten werden, die talentierte Jobsuchende überzeugen sollen. Denn ein Bewerbungsprozess ist selten einseitig. Nicht nur Bewerbende wollen sich abheben, auch Unternehmen wollen sich von ihrer besten Seite präsentieren, um Talente und Young Professionals in die eigenen Reihen zu holen.

Mittlerweile sind die meisten Unternehmen auf Social Media vertreten. Daher wird dieser Weg auch immer häufiger für das E-Recruiting eingesetzt. Und dabei spielen nicht nur Xing und LinkedIn eine Rolle, sondern auch Facebook oder Instagram.

Inzwischen wird aber ebenfalls vermehrt auf Mobile Recruiting gesetzt. Da immer mehr Young Professionals auch wichtige Themen über das Smartphone regeln, setzt das Mobile Recruiting genau da an. Bewerbende sollen bequem vom Smartphone aus alle Bewerbungsschritte durchlaufen können, ohne auf den Laptop wechseln zu müssen. Von dem Suchen nach Stellenanzeigen bis hin zur detaillierten Informationssuche und dem Bewerbungsformular. Dabei sollen Karriereseiten für mobile Endgeräte optimiert sein, aber auch Apps eingesetzt werden.

E-Recruiting Nutzung

Schenkt man spitzen Zungen Glauben, so sei das klassische Bewerbungsverfahren bereits ausgestorben. So weit ist es sicherlich noch nicht, allerdings sprechen die Tatsachen für sich. Denn die Recruiting Trends 2021 zeigen, dass digitales Recruiting zum Standard wird, denn was 2019 noch unvorstellbar war, wurde durch das turbulente Jahr 2020 kreativ virtuell umgesetzt. Es hat sich eine Infrastruktur etabliert, die neue Standards setzt: Video-Stellenanzeigen, digitale Bewerbungsgespräche und Assessment-Center- alles ohne persönliche Treffen. Daneben spielen noch weitere Gründe, wie die Kosten- und Zeitersparnis, für den anhaltenden Trend zum E-Recruiting eine große Rolle. Aber auch eine öffentliche Erwartungshaltung. In vielen Fällen wird von den Bewerbenden eine Online Bewerbung erwartet- wird eine Bewerbung per Post gefordert, so entsteht schnell der Eindruck eines eingestaubten und alten Unternehmens. Deshalb ist das E-Recruiting auch ein wichtiger Aspekt für das Image des Unternehmens. Über den Bewerbungsprozess entsteht meist der erste Kontakt mit potenziellem neuen Personal- dieser erste Eindruck bleibt noch lange bestehen und sollte daher so modern und positiv wie möglich ausfallen.

Die Globalisierung spielt auch im Recruiting eine zunehmend größere Rolle. Durch internationale Stellenausschreibungen werden postalische, klassische Bewerbungen nahezu unmöglich- das E-Recruiting nimmt daher auch hier eine wichtige Position ein.

Bewerbende stellen dadurch aber auch immer höhere Erwartungen an das E-Recruiting: Vor allem sollte es schnell sein. Demnach wollen Jobsuchende maximal 30 Minuten für die Eingabe der Daten aufwenden. Auch der Anschluss-Prozess soll zeitnah erfolgen. Eine Eingangsbestätigung wird zumeist sofort nach dem Absenden der Bewerbung erwartet, jedoch spätestens nach einigen Tagen. Zwischen zwei und drei Wochen sollte die Wartezeit nun liegen, bis mitgeteilt wird, ob es der Jobsuchende in die nächste Runde geschafft hat.

E-Recruiting Vorteile

Die Vorteile, die das E-Recruiting mitbringt, sind oft unschlagbar- und das sowohl für Unternehmen als auch für Bewerbende. Dies ist auch einer der Gründe, weswegen es sich so großer Beliebtheit erfreut.

Unternehmen profitieren mit E-Recruiting und dem digitalen Personalmanagement zum Beispiel bei den Kosten. E-Recruiting ist auch mit Ausgaben verbunden, allerdings liegen diese weit unter den von anderen Formen der Personalbeschaffung. Bearbeitungszeiten können reduziert werden, wodurch Geld gespart werden kann und die Anschaffung von E-Recruiting-Software refinanziert werden kann.

Darüber hinaus kann auch die Reichweite von Stellenausschreibungen erhöht werden. Jüngere Generationen werden zunehmend über Onlinewege erreicht und immer weniger über Zeitungsauschreibungen. Durch E-Recruiting können Stellenanzeigen mit einem Knopfdruck global sichtbar gemacht werden und gezielt für die jeweilige Zielgruppe ausgespielt werden.

Dies steigert wiederum die Möglichkeiten im Bewerbungsprozess. Bilder, Videos, Links und Querverweise können im E-Recruiting problemlos eingebaut werden und die Stellenanzeigen so gestalten, dass sie sich von der Konkurrenz abhebt und das Unternehmen optimal widerspiegelt.

Beim E-Recruiting bietet sich, im Vergleich zu analogen Stellenanzeigen, die Möglichkeit, die Inhalte jederzeit zu aktualisieren. Ist eine Information veraltet, kann sie ersetzt werden. Dieser Vorzug besteht bei Printanzeigen nicht: Einmal veröffentlicht, kann nichts mehr an der Anzeige geändert werden.

Aber auch das Personalmanagement kann mit E-Recruiting nachhaltiger gestaltet werden. E-Recruiting-Softwares ermöglichen es Bewerbenden, ein Profil anzulegen, wodurch Unternehmen Zugriff auf eine Datenbank an unterschiedlichen Profilen erhalten. Passende Jobsuchende werden dann bei jeder Stellenausschreibung schnellstmöglich verglichen und angesprochen.

Aber auch Bewerbende können durch E-Recruiting erhebliche Vorzüge genießen. So ist es zum Beispiel ein geringerer Aufwand, den Prozess über eine zentrale Online-Plattform abzuwickeln, als die Bewerbung umständlich über klassische Wege einzureichen: Formular ausfüllen, Dokumente hochladen, abschicken.

Auch auf die Stellensuche hat E-Recruiting eine positive Auswirkung. Sie kann erheblich unkomplizierter gestaltet werden: Bewerbenden stehen mehr Angebote zur Verfügung und der Suchradius kann deutlich vergrößert werden. Lokale Zeitungen schränken diesen im Vergleich dazu stark ein.

Zudem sind auch hier die Kosteneinsparungen nicht zu vergessen. Zwar ist der Versand einer Bewerbung über den Postweg nicht sehr teuer, kommen aber einige Versuche zusammen, so summieren sich auch die Kosten.

Nicht zuletzt ist der Vorteil des Profils nicht zu vergessen. Denn viele Online-Stellenbörsen, kommen mit der Möglichkeit, ein Bewerberprofil anzulegen und dort alle Daten zu speichern, um beim nächsten Versuch darauf zurückgreifen zu können und um direkt von Unternehmen gefunden werden zu können.

E-Recruiting Beispiele

HR-Software vereinfacht den Prozess des Auswahlverfahrens bei offenen Stellenausschreibungen für den Arbeitgebenden erheblich. Damit können eingereichte Unterlagen von Bewerbenden automatisch ausgelesen und analysiert beziehungsweise bewertet werden. Aber auch Daten der Talente können im System verwaltet werden. So gibt es beispielsweise eine digitale Personalakte, welche auch nach erfolgreicher Einstellung weiterverwendet werden kann. Dadurch können Bewerbungsprozesse zudem Abteilungsübergreifend eingesehen werden.

Möchte man das E-Recruiting ganzheitlich durchführen, so ist eine entsprechende E-Recruiting-Software unverzichtbar. Welche Software letztlich passend ist, kommt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens an.

Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kostenlos Ihre neue

HR Software testen.

    rexx systems Headquarter
    Süderstrasse 75-79
    20097 Hamburg
    Deutschland
    Tel. +49 40 8 900 800

    rexx systems Austria
    Burggasse 117/15
    A-1070 Wien
    Österreich
    Tel. +43 1 890 51 87

    rexx systems Schweiz
    Badenerstrasse 623
    CH-8048 Zürich
    Schweiz
    Tel. +41 444 333 777

    Kontakt
    Unser Service ist von
    09:00 – 17:00 Uhr
    durchgehend erreichbar.
    Wir freuen uns auf Ihren Anruf.
    +49 40 8 900 800


    rexx systems ist zertifiziert nach ISO 27001