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Recruiting im Mittelstand – und wie diese Unternehmen punkten können

31.01.2022
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Recruiting im Mittelstand – und wie diese Unternehmen punkten können

31.01.2022

Die Generation Z zieht es eher in den Mittelstand als in große Unternehmen. Die Möglichkeit mitzugestalten, zählt für sie mehr als nur ein gutes Gehalt. Womit KMU im Recruiting gerade bei jungen Leuten noch punkten können, erfahren Sie hier.

Vor der Krise ist nach der Krise. Auch wenn es noch in 2021 so aussah, dass die vierte Coronawelle mit aller Wucht hereinbricht und trotz rückläufiger Konjunkturdaten läuft der Motor der deutschen Wirtschaft wieder an und somit kommt auch das Thema Fachkräftemangel zurück. Erschwert wird das noch dadurch, dass die Babyboomer der 1955 bis 1969 Geborenen mehr und mehr aus dem Berufsleben ausscheiden.

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leiden oft besonders darunter, keinen Nachwuchs zu finden, weil sie mit großen Glanzlichtern der Wirtschaft meist nicht mithalten können im Ringen um Talente. Laut KfW Research von 2018 haben damals zwei Drittel der Mittelständler Neueinstellungen für die nächsten drei Jahre geplant, aber eben so viele sahen damals auch schon Schwierigkeiten, die jeweils freien Stellen mit den richtigen Leuten zu besetzen. Eine Mitte 2021 unter anderem von t3n vorgestellte Studie von Zenjob, einer Onlineplattform für Nebenjobs, die sich mit den Wünschen junger Menschen beschäftigt hat, gibt für den Mittelstand zumindest hier etwas Entwarnung.

Neues Berufsbild der Jungen

Denn demnach sind mittelständische Unternehmen bei Berufsauf- und -einsteigenden der Generationen Y und Z als Arbeitsplatz noch beliebter als Startups und die großen Konzerne. Genauer hat der Mittelstand mit 31,6 Prozent die Nase vorn, Startups folgen mit 26,4 Prozent und die Großunternehmen mit 18,6 Prozent. Wie Zenjob kommentiert, scheint die Kombination aus Sicherheit und aus einer eher familiären Umwelt für die jungen Menschen besonders attraktiv zu sein und das sind offenbar Werte, mit denen gerade KMU punkten können. Weitere Ergebnisse der Studie mit dem Titel „Gen Z oder Generation All-in“ lassen auch aufhorchen. Demnach ist für die Gen Z der heute unter 25-jährigen Karriere nicht alles, sondern sie soll Teil des Lebens sein.

Was heißt Mittelstand und welche Bedeutung hat er?

Zum Mittelstand, oft auch mit KMU gleichgesetzt, gehören laut KfW Mittelstandspanel 2020 alle Unternehmen, deren Jahresumsatz nicht 500 Millionen Euro überschreitet. Insgesamt waren es 2019 rund 3,79 Millionen Betriebe und somit 99,95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland. 82 Prozent davon haben ihren Sitz in den alten Bundesländern und 81 Prozent gerade mal 5 Beschäftigte, weitere 10 Prozent bis zu 9 Mitarbeitenden, 7 Prozent 10 bis 49 Beschäftigte.

86 Prozent der KMU haben 2019 bis zu einer Million Euro umgesetzt, weniger als 0,3 Prozent mehr als 50 Millionen Euro. Der Umsatzanteil der KMU an der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland lag 2018 Iaut IfM Bonn bei 34,4 Prozent, der Anteil der sozialversicherungspflichtigen beschäftigten bei 57,8 Prozent.

Echte Werte statt Partys und Obstkörbe

Partys oder Obstkörbe, mit denen Unternehmen lange Zeit warben, lassen sie eher kalt. Wichtiger sind für die Gen Z Werte und Strukturen, die direkt mit dem Arbeitsumfeld in Verbindung stehen. 78 Prozent von ihnen wollen Arbeit und Privates voneinander trennen, andererseits haben 70 Prozent auch nichts einzuwenden, im Urlaub mal berufliche Mails zu lesen und erreichbar zu sein. Was die Zeiteinteilung angeht, um zum Beispiel draußen auch mal die Sonne genießen zu können, wünschen sich 83 Prozent der Gen Z einen eigenen Rhythmus. Jeweils 50:50 wünschen sich feste versus flexible Arbeitszeiten, Eigenbestimmung wird bei der Gen Z zwar ganz großgeschrieben, aber nur der Hälfte von ihnen gelingt es, sie in gelungener Selbstorganisation umzumünzen. Unternehmen mit gutem Monitoring und belastbaren Rahmenstrukturen seien hier klar im Vorteil, heißt es in der Studie.

Wo die beiden untersuchten Generationen sowie Männer und Frauen auseinanderdriften, ist das Gehalt. Das steht bei der noch eher idealistischen Gen Z hinter „Ehrlichkeit und offene Kommunikation“ erst an zweiter Stelle, gefolgt von „Offenheit für neue Ideen und Konzepte“ sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Flache Hierarchien sind ihnen weniger wichtig als den Millennials, wo der Punkt im Mittelfeld ist. Für junge Frauen stehen soziale Themen wie Vereinbarkeit mit dem Privatleben und persönliche Identifikation weiter vorn, für die Männer das „Digitale“ und klassische Themen wie ein gutes Gehalt und Karrieremöglichkeiten.

Empathisch und ehrlich herüberkommen gibt Pluspunkte

Als „Fazit aller Fazite“ fasst die Zenjob-Studie zusammen, dass die Gen Z nicht arbeiten will, um Geld zu verdienen, sondern um sich zu erfüllen. Weiter zählen für sie ein gutes Miteinander und Wertschätzung und einen Job, der in ihr Leben passt und es nicht bestimmt. Als Tipps ergaben sich daraus unter anderem, Flexibilität und Offenheit zu fördern und den eigenen Unternehmenstyp zu definieren. Das heißt, sich kritisch zu fragen, wie das eigene Unternehmen als Mensch wäre, wenn es attraktiv, sympathisch und empathisch herüberkommen soll.

Das deckt sich auch mit anderen Studien und Fachbeiträgen. So steht im Persoblogger zum Beispiel die Empfehlung, im Halbschlaf beantworten zu können, warum ein Talent oder eine Fachkraft ausgerechnet im jeweiligen Unternehmen anheuern soll. Das heißt, Geschäftsleitung und Marketing sollten sich zusammensetzen, um herauszukitzeln, für welche Werte es steht. Mittelständler und Startups tun sich da mitunter leichter als die großen Konzerne und sind auch oft flexibler und agiler, um auf die neuen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren zu können. Vor allem sind die Geschäftsleitung und die Vorgesetzten aus den Fachabteilungen meist auch viel näher und zugänglicher, was bei entsprechender Mitarbeiterführung auch viel mehr ein Miteinander fördern kann. Wie die eingangs genannte Zenjob-Studie zeigt, kommt es den jungen Menschen der Gen Z gerade auch auf den persönlichen Kontakt und die so entgegengebrachte Wertschätzung an.

Mittelständische Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen können hier auch schon beim Bewerbungsgespräch besser punkten als die Großen und sollten das auch nach vorne kehren. Transparenz und offene Kommunikation sind überhaupt das A und O. Und wer sich da im Bewerbungsgespräch nicht „ehrlich macht“ und mehr zu glänzen versucht, als dahinter steht, erntet am Ende möglicherweise Frust bei den jungen Kräften und bei den Personalern, wie Marcus Merheimer von XING E-Recruiting in einem Interview mit recruitingzirkus zum Thema Employer Branding im Mittelstand anmerkt.

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