Reverse Recruiting - Das klassische Bewerbungsverfahren steht Kopf

Beim Reverse Recruiting bewerben sich die Unternehmen bei potenziellen Talenten, und nicht umgekehrt wie sonst üblich. Im Unterschied zum Active Scourcing geht es dabei nicht um Abwerben, sondern um Umwerben. Ob mit Erfolg, zeigt sich von Fall zu Fall.

Kommt der Prophet nicht zum Berg, muss der Berg zum Propheten kommen. Der Trend ist nicht ganz so neu, wie manche ihn darstellen, aber für viele HR-Abteilungen immer noch brandaktuell und ein möglicher Versuch, offene Stellen für Fach- und Führungskräfte zu besetzen.

Statt nach dem klassischen „Post & Pray“-Prinzip Stellenanzeigen zu schalten und darauf zu warten, dass ein geeigneter Kandidat „anbeißt“, bewerben sich die Unternehmen per Reverse Recruiting bei den möglichen Talenten. Im Unterschied zum Active Sourcing steht dabei auch nicht Abwerben im Vordergrund, sondern die Arbeitgeber versuchen mit Anzeigen sich selbst in den verschiedenen Kanälen ins rechte Licht zu rücken, um potenzielle Kandidaten für sich zu gewinnen.

Dabei stellt sich natürlich immer die Frage, wie Ihr Unternehmen sich so attraktiv darstellen kann, dass die Talente von selbst zu ihnen kommen. In Zeiten der Vollbeschäftigung und des Fachkräftemangels sind zumindest in einigen Branchen Innovationen in der Personalarbeit gefragt. Gerade der deutsche Mittelstand sucht händeringend nach Nachwuchs. In Pflegeberufen, bei Ingenieuren, Mathematikern und IT-Sicherheitsexperten herrscht besonderer Bedarf, der nur schwer befriedigt werden kann.

Reverse RecruitingDie Zeiten, in denen man warten konnte, bis einem die gebratenen Tauben in den Mund flogen, sind vorbei. Wer heute noch hofft, dass sich auf eine ausgeschriebene Stelle Dutzende Bewerber melden, wird lange warten müssen.

Das liegt zum Teil daran, dass die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer mehr und mehr in den Ruhestand gehen, womit sich der viel beklagte Fachkräftemangel nach Meinung von Arbeitsmarktexperten in den kommenden Jahren noch deutlich verstärken wird. Anderseits liegt es auch daran, dass die junge Generation wählerischer geworden ist. Nicht mehr nur ein hohes Gehalt ist gefragt, sondern Werte wie Selbsterfüllung und Nachhaltigkeit. Die jungen Leute nutzen soziale Medien, auf denen Influencer Trends vorgeben. Sie sind mehr am Teamgeist oder neudeutsch Team-Spirit und am Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit, der Work-Life-Balance, interessiert als an höherem Gehalt oder Incentives.

Reverse Recruiting erfordert Umdenken

Reverse Recruiting: junge TalenteVor allem sind viele der jungen Menschen der Generationen Y und Z auch sehr selbstbewusst. Sie wollen umworben werden und nicht umgekehrt. Reverse Recruiting geht auf diese Bedürfnisse ein und muss sich den medialen Vorlieben der besagten Altersgruppen anpassen. Die klassischen Printmedien sind bei ihnen mehr oder weniger out, Social-Media-Kanäle sind in: Facebook und LinkedIn bei den Älteren sowie bei den Professionals der unter 40-Jährigen, Instagram, WhatsApp, SnapChat und über allem YouTube bei den Jüngeren der Generation Z. Direkt-Mailings können auch ziehen, sollten aber schon in der Betreffzeile möglichst personalisiert und ansprechend sein.

Personalverantwortliche müssen also beim Reverse Recruiting nicht nur umdenken, indem sie ihr Unternehmen als Werbenden um die jungen Talente ins rechte Licht rücken, sondern sich je nach Kanal und Zielgruppe unter Umständen auch sprachlich anpassen. Das darf aber nicht so weit gehen, dass es als „onkelhafte Anbiederei“ herüberkommt.

Eine individuelle Ansprache wählen

Ob Du oder Sie ist je nachdem, wie jung und frisch sich ein Unternehmen darstellen will, immer eine Gratwanderung und sollte gut überlegt sein. Unabhängig vom Medium und Alter sollte der mögliche Kandidat auf jeden Fall das Gefühl der persönlichen Ansprache haben und nicht eine 08/15-Anzeige zu lesen. Ist nach erfolgreicher Kontaktaufnahme der erste Eindruck auf beiden Seiten positiv, werden im Weiteren vertiefende Gespräche geführt. Idealerweise ergeht dann wie im Film „Der Pate“ ein Angebot, welches das Talent nicht ablehnen kann.

Aber Vorsicht: Massen-Mailings werden leicht als Spam empfunden und weggeklickt. Neben der individualisierten, persönlichen Ansprache kann es lohnenswert sein, einer E-Mail aussagekräftige Bilder und gegebenenfalls ein ansprechendes Recruiting-Video hinzufügen.

Weitere Empfehlungen sind: Laden Sie Kandidaten persönlich zu Karriere-Events ein, bei denen sie sich in entspannter Atmosphäre ein eigenes Bild von Ihrem Unternehmen machen können. Stellen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal in den Vordergrund und vertreten Sie dieses selbstbewusst.

Authentizität und Glaubwürdigkeit

Eine wichtige Rolle spielen immer die Authentizität und Glaubwürdigkeit. Falsche Versprechungen werden leicht zum Bumerang, weil sich doch immer nach kurzer Zeit herausstellt wie die Realität aussieht. Es ist wichtig, die Erwartungen gerade der jungen Generation gegenüber tatsächlich zu erfüllen. Die Personalabteilung sollte den Neuankömmling nach Arbeitsantritt aktiv begleiten, Hilfestellung geben und Feedback einholen. Um bei den Anglizismen zu bleiben: Reverse Recruiting ist Teil einer Employer-Branding-Strategie.

Events und Social Media

Social Media Recruiting: richtige Kandidaten findenReverse Recruiting ist wie gesagt nicht ganz neu. Auf Messen haben Unternehmen schon immer nicht nur Ihre Produkte präsentiert, sondern derartige Events auch genutzt, um potenzielle neue Mitarbeiter direkt anzusprechen.

Soziale Medien öffnen den Kreis und machen es möglich, auch außerhalb von Events proaktiv zielgerichtet auf Kandidaten zuzugehen, die zum eigenen Anforderungsprofil passen. Im globalen „War for Talents“ führen nur neue Ideen und Konzepte zum Erfolg. Die klassische Stellenanzeige verliert schon daher an Bedeutung, weil sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage völlig verschoben hat. Neben Social Media rückt aber auch ein anderer Kanal in den Vordergrund des Interesses vieler Personalverantwortlicher. Gemeint sind HR- oder Personal-Plattformen.

HR-Plattformen bringen Welten zusammen

Viele moderne Personalplattformen bieten wechselbereiten Kandidaten die Möglichkeit, ihr persönliches Profil zu hinterlegen und ihre Wünsche an eine neue Position zu definieren. Dies wird auch gern genutzt und die meisten User bemühen sich, ihr Profil so vollständig wie möglich zu gestalten. Beispielsweise bringt eine Plattform wie Freelancer.de für bestimmte befristete Projekte Anbieter und selbständig arbeitende Experten – sprich Freelancer – zusammen. Aber nur wenige der Plattformen unterstützen sowie finest jobs, die Jobbörse des HR-Software-Anbieters rexx systems, auch das Reverse Recruiting.

rexx systems und finest jobs – die richtigen Lösungen für Reverse Recruiting

rexx systems gehört zu den führenden und am schnellsten wachsenden HR-Softwareunternehmen im deutschsprachigen Raum und unterstützt Personalverantwortliche in vielfältiger Weise bei der Suche nach Talenten. So bietet die Bewerbermanagement-Software von rexx Schnittstellen zu allen gängigen Jobbörsen und Social-Media-Plattformen. Unternehmen können somit digital einfach und problemlos ihre jeweilige Zielgruppe erreichen und Kandidaten direkt adressieren, die genau in das gewünschte Jobprofil passen.

HR-Plattformen: rexx systems ubnd finest jobsDarüber hinaus hat rexx systems mit finest jobs ein Portal geschaffen, das ganz im Sinne von Reverse Recruiting Unternehmen erlaubt, sich bei den Talenten als Top- oder Plus-Arbeitgeber zu präsentieren. Durchschnittlich über 250.000 Visits pro Monat sprechen für sich. Auf mögliche Bewerber warten tagesaktuell jeweils etwa 30.000 Stellenangebote. Außerdem können bei finest jobs über Empfehlungen auch nicht aktiv suchende Talente gezielt angesprochen werden.

7. Februar 2020

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