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Traumjob-Lüge Work-Life-Balance

26.04.2021
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Traumjob-Lüge Work-Life-Balance

26.04.2021

Wie hat sich die Work-Life-Balance hinsichtlich der Corona-Krise verändert? Was tun Arbeitgeber, um den Ausgleich ihrer Mitarbeitenden im Homeoffice zu wahren? Diese und weitere Fragen hat HR-Experte Kristian Kretschmann im neuesten rexxperts Podcast mit Professorin Dr. Uta Kirschten, der Personal- und Arbeitswelt-Expertin am Institut für Betriebswirtschaft in Zwickau gestellt.

Die Arbeitswelt entwickelt sich weiter. Während früher um Punkt 17 Uhr der „Stift fiel“, bleiben Angestellte heute aufgrund der digitalen Transformation und mobilen Arbeitsmodellen und – Geräten immer erreichbar. Das Corona-bedingte Homeoffice lässt neben etlichen Vorteilen für Arbeitnehmende die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben verschwimmen, wie eine aktuelle Studie des Software-Bewertungsportals capterra bestätigt: 65 Prozent der über 2.800 befragten Teilnehmenden gaben an, nach oder vor ihren regulären Arbeitszeiten zusätzlich zu arbeiten. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) antwortet auf berufliche Nachrichten auch im Feierabend sofort.
Hat sich das Thema Work-Life-Balance in Zeiten von Remote Work also erledigt? Diese Frage stellte Kristian Kretschmann der Expertin für Personalmanagement und Innovation Prof. Dr. Uta Kirschten in der neuesten Folge des Podcast rexxperts – Der HR TALK Podcast“.

Arbeitgeber gestalten und profitieren von Work-Life-Balance

Prof. Dr. Kirschten schildert auf die Frage, dass besonders Arbeitgeber mit Maßnahmen die verschiedenen Lebenswelten der Mitarbeitenden zu vereinen. Noch dazu kommt die sich verändernde Lebensvorstellungen der Angestellten: „Wir stehen aktuell mitten in einem demographischen Wandel. Wir leben in einer alternden Gesellschaft und bekommen auch immer weniger Kinder. Das heißt es kommen zugleich immer weniger junge Nachwuchskräfte auf die Arbeitsmärkte.“ Das merken die Arbeitgeber und „zwingt die Unternehmen dazu, sich auf dem Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber darzustellen.“, äußert Prof. Dr. Kirschten kritisch.

Arbeitgeber müssen Work-Life-Balance-Maßnahmen anbieten, damit sie für Bewerbende attraktiv sind. Das zeigt dem Bewerbenden automatisch, dass dem zukünftigen Arbeitsgeber „etwas daran liegt, dass die unterschiedlichen Lebenswelten gut vereinbar sind.

Sondersituation Pandemie

Die Professorin für Personalmanagement an der Uni Ziwckau bestätigt, dass besonders Mitarbeitende mit Familie mit der aktuellen Situation zu kämpfen haben, da sich die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben nicht mehr abgrenzen lässt. Kinderbetreuung und die Pflege von kranken Angehörigen sei besonders für arbeitende Frauen ein großes Problem, führt Kirschten aus.

Unternehmen können trotzdem Hilfestellung leisten. Das Ermöglichen von Homeoffice ist ein essenzieller Schritt. Auch eine gute technische Ausstattung und das Aufbauen einer Vertrauenskultur zwischen Führungskräften und Angestellten ist in diesen Zeiten sehr wichtig, wie sie erklärt.

Doch wohin entwickelt sich die Work-Life-Balance? Welche Tendenzen, die durch die Corona-Pandemie angestachelt wurden, werden sich in Unternehmen festigen? Diese und weitere Fragen hat die Expertin mit rexxperts-Moderator und HR-Experten Kristian Kretschmann abgesprochen.

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Work-Life-Balance-Maßnahmen gegen Burnout?

Kretschmanns Frage, ob ein Anbieten von Work-Life-Balance-Maßnahmen nur Personalmarketing für die Unternehmen sei, bestätigt die Buchautorin. Es ginge aber um noch viel mehr als nur Personalmarketing: Neben dem Effekt, dass die Arbeitgebermarke gestärkt wird, kann mit gut geplanten Maßnahmen auch ein Wandel in der Unternehmenskultur stattfinden, der sich positiv auf die Motivation und Leistung aller Mitarbeitenden auszahlt. Nicht zuletzt sind die Maßnahmen auch eine Kostenfrage. Denn „flexible Arbeitsmodelle, gesundheitsorientierte Maßnahmen oder ein gleitender Übergang in den Ruhestand kosten das Unternehmen Geld.“

Dass dies wenige Unternehmen umsetzen, sieht rexx systems-Personalexperte Kretschmann an den aktuellen Zahlen der Burn-Out Erkrankten: 2019 fielen laut der DAK-Gesundheit von 100 Personen rund 7,4 Arbeitnehmende aufgrund der zu hohen psychischen Belastung aus. Die Zahl steigt von Jahr zu Jahr: Zehn Jahre zuvor (2009) lag sie noch bei 5 Personen pro 100 Arbeitnehmern.

Frau Kirschten sieht das aufgrund ihrer jahrelangen Expertise im Personal- und Arbeitsbereich ähnlich. Die renommierte Buchautorin plädiert an Arbeitgeber, dass solche Maßnahmen frühzeitig angeboten werden müssen. „Das ist im Sinne einer vorbeugenden Initiative für psychische Belastung, diese Vereinbarkeit zwischen privatem und beruflichem Leben zu gestalten.

Wer ist der Treiber von solchen Maßnahmen im Unternehmen? Frau Kirschten hat gemerkt, dass auf der einen Seite besonders junge Arbeitnehmende diese Maßnahmen aktiv fordern und sich auch bei der Job-Wahl auf die Angebote beschränken, die mit ihrem Privatleben gut kombinierbar sind. Auf der anderen Seite sehen Arbeitgeber in den Maßnahmen und Arbeitskonzepten auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen.

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